Oberpullendorf: Feuerwehr warnt vor Brandgefahr durch falsch entsorgte Akkus

Oktober 23, 2026 10:16
Aerial view of firefighters and equipment at a recycling or waste facility with large piles of compressed material.

Im Bezirk Oberpullendorf warnt die Feuerwehr vor den Risiken falsch entsorgter Batterien und Akkus. Besonders Lithium-Ionen-Akkus können Einsätze für die Feuerwehr und für Entsorgungsbetriebe erheblich erschweren.

Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Reidl verweist auf jüngste Brände in Oberpullendorf, bei denen ausgediente Geräte oder ihre Energiespeicher als mögliche Ursache im Raum standen. Ob Akkus oder Batterien tatsächlich Auslöser waren, könne aber nicht einfach angenommen werden.

„Es gibt keine Aufzeichnungen dazu“, sagt Reidl über die Häufigkeit solcher Brände im Bezirk. Die tatsächliche Brandursache müsse von den Brandermittlern der Polizei festgestellt werden.

Nach seinen Angaben können Lithium-Ionen-Akkus weiter reagieren und lassen sich oft nur mit großen Wassermengen, geeigneten Löschmitteln oder durch vollständiges Eintauchen unter Wasser unter Kontrolle bringen. Werden sie erst während eines Einsatzes entdeckt, muss die Feuerwehr ihre Taktik anpassen.

Reidl rät dazu, Batterien und Akkus bei den vorgesehenen Altstoffsammelstellen abzugeben. Besonders riskant sei es, alte Elektrogeräte einfach in den Müll zu werfen, wenn sich darin noch ein Akku befindet.

Auch bei Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Elektrofahrzeugen sehen die Feuerwehren zusätzliche Herausforderungen. Gerade in Gebäuden, in denen solche Systeme nicht durch Brandschutzwände vom Wohnraum getrennt sind, könne die Brandbelastung steigen.

Die Feuerwehren im Bezirk bereiten sich nach Angaben Reidls mit Schulungen auf Orts-, Abschnitts- und Bezirksebene sowie an der Feuerwehrschule auf solche Einsätze vor. Bei Bränden von Akkus, Batteriespeichern oder Photovoltaikanlagen soll unverzüglich der Notruf 122 gewählt werden; die dabei entstehenden Brand- und Rauchgase können giftig sein.

Für den Alltag empfiehlt Reidl einen sorgfältigen Umgang mit Akkus und Batterien sowie die konsequente Entsorgung an Sammelstellen. Bei fachgerechter Installation, ordnungsgemäßem Betrieb und umsichtigem Umgang bestehe laut ihm keine erhöhte Gefahr.

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