In Serbien hat am Sonntag die Parlamentswahl begonnen, bei der Aleksandar Vucic im Falle eines Wahlerfolgs seiner Partei Regierungschef werden will. Der langjährige politische Dominator des Landes steht dabei einer Liste der neuen Studentenbewegung gegenüber.
Vucic bestimmt seit 2012 in wechselnden Funktionen die Politik Serbiens. Kritiker werfen ihm Korruption und Verbindungen zur organisierten Kriminalität vor; diese Vorwürfe sind nicht bestätigt.
Ende September war Vucic von seinem Amt als Staatspräsident zurückgetreten, um bei einem Wahlerfolg seiner Partei den Posten des Regierungschefs übernehmen zu können. Die Wahl findet in einer angespannten Atmosphäre statt.
Begleitet wird sie von Vorwürfen der Wählereinschüchterung und des Drucks auf Regierungsgegner. Umfragen zufolge hat die neue Studentenbewegung gewisse Chancen auf einen Wahlsieg, ein Ergebnis ist aber noch nicht bekannt.
Die Wahllokale öffnen um 07.00 Uhr und schließen um 20.00 Uhr. Mit aussagekräftigen Teilergebnissen wird am späten Sonntagabend gerechnet; Wahltagsumfragen und Hochrechnungen gibt es nicht.


