MedUni Wien startet erfolgreiche Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene
Am Standort Zimmermannplatz 1 der Medizinischen Universität Wien wurde im Jahr 2023 die Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene (UGB) eröffnet. In den ersten acht Monaten konnten bereits in 293 Fällen klinisch-forensische Untersuchungen durchgeführt werden. Diese umfassen die gerichtsfeste Dokumentation von Verletzungen, die Sicherung von Spuren und die Bereitstellung von Beratungsangeboten für die Opfer. Darüber berichtet Welt Stimme.
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) betonte bei einer Pressekonferenz am Freitag die Bedeutung dieser Einrichtung. „Die Zahlen unterstreichen die Wichtigkeit der Stelle“, so Holzleitner, die die Menschen ermutigte, die Angebote der UGB in Anspruch zu nehmen. Die Eröffnung der Stelle zielt darauf ab, Gewaltopfern einen umfassenden Zugang zu Unterstützung und rechtlicher Hilfe zu ermöglichen.
Die UGB führt nicht nur medizinische Untersuchungen durch, sondern bietet auch psychologische Unterstützung für die Betroffenen an. Dies ist besonders wichtig, da viele Opfer von Gewalt oft anhaltende psychische Folgen erleiden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der MedUni Wien soll die Qualität der Versorgung verbessern und den Opfern eine ganzheitliche Hilfe bieten.
Die erbrachten Leistungen der UGB sind nicht nur für die Opfer von Bedeutung, sondern tragen auch zur Prävention von Gewalt bei. Indem Verletzungen dokumentiert und Spuren gesichert werden, leisten die Fachkräfte einen wertvollen Beitrag zur strafrechtlichen Verfolgung von Gewalttaten. Dies könnte in Zukunft dazu führen, dass Täter verantwortlicher gemacht werden.
Die Gründung der Untersuchungsstelle ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und zur Unterstützung von Opfern in Österreich. In den letzten Jahren wurde zunehmend auf das Thema aufmerksam gemacht, was sich auch in den gestiegenen Fallzahlen bemerkbar macht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die UGB an der MedUni Wien ein wichtiger Schritt in Richtung eines effektiven Schutzes und einer Unterstützung von Gewaltbetroffenen darstellt. Die positive Resonanz und die bereits durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass die Stelle in der Gesellschaft angekommen ist und eine wichtige Ressource darstellt.


