Angriffe der Houthi-Miliz in Saudi-Arabien
In den jüngsten Angriffen der vom Iran unterstützten Houthi-Miliz in Saudi-Arabien wurden 13 Zivilisten verletzt. Dies gab Turki al-Maliki, der Sprecher des Militärbündnisses, bekannt, das im Jemen gegen die Miliz kämpft. Die Angriffe mit Drohnen und Raketen richteten sich gegen die Städte Khamis Mushait, Abha und Taif im Süden des Königreichs.
Der Zivilschutz in Saudi-Arabien warnte am Dienstag vor möglichen weiteren Bedrohungen in Abha und Khamis Mushait sowie in der Küstenstadt Jeddah und in al-Ula im Norden des Landes. Konkrete Informationen zu möglichen Opfern oder Schäden wurden vorerst nicht veröffentlicht. Diese Warnungen scheinen im Zusammenhang mit den Houthi-Angriffen zu stehen.
Der Houthi-Fernsehsender Al-Masirah berichtete von einer der „schwierigsten Nächte“ für das Königreich und dessen Luftwaffe. Die Houthi-Miliz gab an, dass ihre Einsätze bis tief ins Innere Saudi-Arabiens reichen und dort „zunehmende Panik“ herrsche.
Gleichzeitig meldeten die Houthi über 50 Luftangriffe der saudischen Luftwaffe in den Provinzen Tais und Marib innerhalb eines Tages. Laut einem Houthi-Militärsprecher wurden dabei drei Menschen getötet und zwei verletzt.
Der Bürgerkrieg im Jemen hat sich in den letzten Wochen intensiviert, was zu einer humanitären Krise führte. Seit Monatsbeginn wurden 125.000 Menschen vertrieben, während mindestens 2.500 weitere nach Dschibuti geflüchtet sind. Die Hilfsorganisation NRC berichtete von einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Südwesten des Jemen, wo die Bevölkerung Schwierigkeiten hat, sich mit Nahrung zu versorgen.
Einordnung
Die aktuelle Situation verdeutlicht die eskalierende Gewalt im Jemen und deren Auswirkungen auf die Anrainerstaaten. Während die Houthi-Angriffe zunehmen, verstärken sich auch die saudischen Luftangriffe, was zu einer weiteren Verschärfung der humanitären Krise im Jemen führt. Die Lage bleibt angespannt und birgt das Risiko einer regionalen Ausweitung der Konflikte.


