Gefechte im Jemen: Regierungstruppen bombardieren Houthi-Stellungen in Marib
Die Gefechte im Jemen dauern an, insbesondere in der umkämpften Provinz Marib. Truppen der international anerkannten, von Saudi-Arabien unterstützten Regierung haben mehrere Ziele bombardiert, nachdem Houthi-Kämpfer einen Vormarsch versuchten. Dabei kam es zu stundenlangen Kämpfen, in denen die Regierungstruppen Drohnen und Artillerie einsetzten.
Die von der Regierung berichteten Luftangriffe in Marib sind Teil einer größeren Offensive. Laut Angaben der Houthi wurden innerhalb von 24 Stunden mindestens 40 Luftangriffe von saudischen Kampfflugzeugen in Marib sowie in den Provinzen Taiz und Hajjah durchgeführt. Saudi-Arabien hat dies bislang nicht kommentiert. Die Regierungstruppen gaben zudem an, Houthi-Ziele im Raum Mokka am Roten Meer angegriffen zu haben.
Marib, ein seit langem umkämpftes Gebiet, ist aufgrund seiner Öl- und Gasvorkommen sowie seiner Lage als Knotenpunkt zwischen mehreren Provinzen von Bedeutung. Die aktuellen Kämpfe in dieser Region sind Teil einer Offensive der Houthi an der Westküste, die auch in Marib neue Auseinandersetzungen hervorrufen.
Zusätzlich berichteten mit der Regierung verbündete Milizen über Gefechte mit den Houthi in der Nähe der Meerenge Bab al-Mandab. Dabei seien Houthi-Fahrzeuge zerstört worden und deren Insassen getötet worden.
Einordnung
Die Situation im Jemen eskaliert weiter, was die Fragilität des Bündnisses der regierungstreuen Kräfte verdeutlicht. Die Houthi haben sich offenbar auf ihren Angriff über Monate vorbereitet, was die militärische Lage im Land weiter destabilisieren könnte.


