Pakistan sucht erneut Mediation zwischen Iran und den USA
Unter dem Druck massiver Sanktionsdrohungen der USA gegen den Iran hat Pakistan einen neuen Versuch unternommen, als Vermittler aufzutreten. Der pakistanische Armeechef Asim Munir traf am Montag in Teheran ein, berichteten iranische Medien.
Munir wird voraussichtlich Gespräche mit Personen aus dem Umfeld des Obersten Führers Mojtaba Khamenei führen, um Frieden und Stabilität in der Region zu fördern. Er hat eine persönliche Beziehung zu US-Präsident Donald Trump aufgebaut, was die Bedeutung seiner Mission verstärken könnte.
Parallel dazu plant US-Finanzminister Scott Bessent, am Montagmittag Details zu den angekündigten „härtesten Sanktionen der Geschichte“ bekannt zu geben. Bessent bezeichnete die Situation als „Economic D-Day“ und erklärte, dass maximaler wirtschaftlicher Druck die Wahrscheinlichkeit großangelegter militärischer Handlungen reduzieren könne.
In Teheran wies die Regierung die US-Drohungen zurück und kündigte an, alle Ölexporte aus der Golfregion zu stoppen, falls der Wirtschaftskrieg andauere. Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei drohte mit Konsequenzen für Länder, die sich dem wirtschaftlichen Druck der USA anschließen.
Einordnung
Die Vermittlungsversuche Pakistans finden in einem Kontext statt, in dem militärische Spannungen zwischen den USA und dem Iran nachgelassen haben. Diese diplomatischen Bemühungen könnten entscheidend sein, um eine Eskalation der Konflikte zu verhindern und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen auf den Iran abzuschwächen.


