Nach Beben in Venezuela: 6.500 Tote zwei Monate nach der Katastrophe geborgen

August 25, 2026 14:43
Nach Beben in Venezuela: 6.500 Tote zwei Monate nach der Katastrophe geborgen

Erdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf über 6.500

Zwei Monate nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf über 6.500 gestiegen. Laut der venezolanischen Übergangsregierung wurden bisher 6.509 Todesfälle gemeldet. Am 24. Juni erschütterten zwei Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 das Land innerhalb von nur 39 Sekunden.

Im Bundesstaat La Guaira wurden 190 Gebäude zerstört, was zur Obdachlosigkeit Tausender Menschen führte. Zur genauen Zahl der Vermissten hat die Regierung bislang keine Angaben gemacht, Experten schätzen diese jedoch auf bis zu 10.000.

Familienangehörige der Erdbebenopfer fordern eine Entschuldigung von der Übergangsregierung. 146 Migranten, die aus den USA zurückgeführt wurden, waren zum Zeitpunkt des Erdbebens in einem von Geheimdienstagenten bewachten Gebäude untergebracht. Betroffene berichten, dass sie nicht evakuiert werden konnten und keine Entschädigungen erhalten haben.

Oswadelis Nuñez, deren 28-jähriger Sohn bei den Beben ums Leben kam, kritisierte, es habe keinen Evakuierungsplan gegeben. Sie forderte eine moralische Entschädigung und eine Erklärung für das Geschehen. Die Situation der Migranten verstärkt die Tragik der Erdbebenopfer und wirft Fragen zur Verantwortung der Behörden auf.

Einordnung

Die Erdbebenkatastrophe hat in Venezuela verheerende Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Infrastruktur. Die unzureichende Reaktion der Behörden in Bezug auf die zurückgeführten Migranten könnte das Vertrauen in die Regierung weiter erodieren und die humanitäre Lage des Landes verschärfen.

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