Tödliche Risiken für humanitäre Helfer steigen weltweit
Im Jahr 2023 verloren weltweit 350 Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen bei Einsätzen ihr Leben, mehr als die Hälfte davon im Gazastreifen. Diese Zahlen stammen aus der von Humanitarian Outcomes geführten Datenbank zu Sicherheitsvorfällen gegen humanitäre Helfer (AWSD).
Die 2023 registrierte Zahl der Todesopfer stellt die zweithöchste seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1997 dar. Im Jahr 2024 starben bereits 387 humanitäre Helfer, während im Jahr 2013 159 Opfer zu beklagen waren. Bislang wurden im laufenden Jahr 83 Todesfälle verzeichnet.
Besonders gefährlich sind Einsätze im Gazastreifen. Dort kamen infolge des Terrorangriffs der Hamas und der darauf folgenden israelischen Reaktion im vergangenen Jahr 186 Helfer ums Leben. Im Sudan, wo seit April 2023 ein blutiger Bürgerkrieg tobt, verloren 71 Personen bei humanitären Einsätzen ihr Leben. Über 99 Prozent der getöteten Helfer waren örtliche Einsatzkräfte.
Einordnung
Die steigenden Zahlen signalisieren ein wachsendes Risiko für humanitäre Helfer in Konfliktgebieten. Dies könnte die Fähigkeit der Organisationen, lebenswichtige Hilfe zu leisten, erheblich beeinträchtigen und stellt eine Herausforderung für die globale humanitäre Unterstützung dar.


