Mordverdacht nach Todesfall in Forensisch-Therapeutischem Zentrum Garsten
Im Forensisch-Therapeutischen Zentrum (FTZ) Garsten wurde am Montagnachmittag ein 40-jähriger Häftling tot aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft Steyr ermittelt wegen des Verdachts auf Mord.
Der Verdächtige, ein 63-jähriger Mann, wurde 2018 wegen des Mordes an einem älteren Ehepaar in Linz zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte angegeben, ein Exempel an der Gesellschaft statuieren zu wollen, da er sich als Ausländer und Muslim diskriminiert fühlte. Seine Gefährlichkeit wurde in psychiatrischen Gutachten mehrfach bestätigt.
Der verstorbene Häftling saß seit 2003 wegen schwerer Sexualdelikte in Haft und war aufgrund seiner Gefährlichkeit in den Maßnahmenvollzug eingewiesen worden. Auch nach Ableistung seiner Haftstrafe blieb er im FTZ Garsten, wo Experten gegen seine bedingte Entlassung plädierten.
Die genauen Umstände des Vorfalls am Montag sind noch unklar. Das Justizministerium hat bestätigt, dass der 63-Jährige seinen Mitinsassen vorsätzlich getötet haben dürfte. Die Tat ereignete sich nach 15.00 Uhr auf einem Gang, nicht in einem Haftraum, und die Tatwaffe wurde sichergestellt.
Einordnung
Die Ermittlungen zur Klärung der Hintergründe der Tat laufen. Dieser Vorfall wirft Fragen über die Sicherheit im FTZ auf und zeigt erneut die Herausforderungen im Umgang mit gefährlichen Straftätern im österreichischen Justizsystem.

