Rücktritt von US-Staatssekretär für das Heer
Daniel Driscoll, der für das US-Heer zuständige Staatssekretär, hat Medienberichten zufolge seinen Rücktritt eingereicht. Dies berichten CNN und Fox News unter Berufung auf anonymisierte Quellen. Driscoll war seit eineinhalb Jahren im Amt.
Driscoll, ein enger Vertrauter von Vizepräsident JD Vance, hat in den letzten Wochen Spekulationen über seinen bevorstehenden Rücktritt genährt. Zu den Gründen wird auf bestehende Spannungen zwischen Driscoll und Verteidigungsminister Pete Hegseth verwiesen. Hegseth hatte bereits im April den damaligen Stabschef, General Randy George, zum Rücktritt gedrängt, mit dem Driscoll eng zusammenarbeitete.
In den vergangenen Monaten haben mehrere hochrangige Führungskräfte des Pentagon ihre Ämter aufgegeben. Dazu zählen neben George auch John Phelan, der Staatssekretär für die Marine. Auch ihm werden Konflikte mit Hegseth und dessen Stellvertreter Stephen Feinberg nachgesagt.
Eine Sprecherin des Weißen Hauses erklärte, Driscoll habe zur Umsetzung der Agenda von Präsident Donald Trump beigetragen und das Heer gestärkt. Sie bestätigte jedoch nicht direkt seinen Rücktritt. Zudem war Driscoll zeitweilig Mitglied der US-Delegation bei den Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland.
Einordnung
Der Rücktritt von Driscoll könnte das bereits angespannten Verhältnis im US-Verteidigungsministerium weiter belasten. Sein Abgang erfolgt in einer Zeit, in der die US-Streitkräfte unter Druck stehen und sich Veränderungen in der Führungskultur ergeben könnten. Die laufenden Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sind zudem betroffen, da Driscoll eine Rolle in diesen Gesprächen spielte.


