US-Militär greift Anführer venezolanischer Drogenbande Tren de Aragua an
Héctor Rusthenford Guerrero Flores, alias Niño Guerrero, der Anführer der venezolanischen Drogenbande Tren de Aragua, wurde bei einem US-Angriff getötet. US-Präsident Donald Trump gab bekannt, dass der Angriff am Freitagabend durchgeführt wurde.
Trump erklärte auf der Plattform Truth Social, dass das US-Südkommando einen „schnellen und tödlichen kinetischen Schlag“ ausgeführt habe, um den berüchtigten Führer erfolgreich zu neutralisieren. Er betonte, der Angriff sei in enger Abstimmung mit der Übergangsregierung in Venezuela erfolgt.
Das venezolanische Kommunikationsministerium bestätigte die Tötung und erklärte, dass bei einem „Einsatz“ mit den USA „Strukturen der organisierten Kriminalität“ im Süden des Landes zerschlagen wurden. Guerrero sei während der Gefechte neutralisiert worden.
Die Bande Tren de Aragua, die ursprünglich in einem venezolanischen Gefängnis gegründet wurde, ist auch in Kolumbien, Peru und Chile aktiv. Die USA stufen sie als „ausländische Terrororganisation“ ein.
Gegen Niño Guerrero wurden im Dezember Anklagen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie Drogen- und Waffenvergehen erhoben. Der Staatsanwalt Jay Clayton erklärte, dass Guerrero maßgeblich daran beteiligt war, die Bande zu einer transnationalen Terrororganisation auszubauen, die in Nordamerika, Südamerika und Europa gewaltsame Aktionen durchgeführt hat. Die USA hatten eine Belohnung von fünf Millionen Dollar auf seinen Kopf ausgesetzt.
Einordnung
Die Tötung Guerreros könnte zu einer neuerlichen Machtverschiebung innerhalb der venezuela-nischen Kriminalorganisationen führen und die US-Intervention in der Region unterstreichen. Die direkte militärische Aktion könnte zudem die Spannungen zwischen den USA und dem venezolanischen Regime erhöhen.


