Fachberufsschule Wolfsberg: Direktor Aichholzer zieht Bilanz seiner Weltreise zu Bildungssystemen

Oktober 27, 2026 07:36
A smiling man stands outside a school building in front of flags and signage.

Norbert Aichholzer, Direktor der Fachberufsschule Wolfsberg, hat nach einer einjährigen Weltreise Bilanz gezogen und dabei die duale Ausbildung in Österreich verteidigt. Zugleich warnt er davor, neue Technologien und internationale Entwicklungen zu verschlafen.

Aichholzer steht seit 2008 an der Spitze der Schule in Wolfsberg. Von September 2025 bis September 2026 untersuchte er auf Reisen, wie andere Länder ihre Ausbildung organisieren und welche Impulse Österreich daraus mitnehmen kann.

Die duale Ausbildung bezeichnet Aichholzer als international vorbildlich. Jugendliche verbringen nach seiner Darstellung rund 80 Prozent ihrer Ausbildungszeit im Betrieb und 20 Prozent in der Berufsschule.

Als Nachholbedarf nennt er vor allem Digitalisierung, digitale Fertigung und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Auch humanoide Roboter würden die Arbeitswelt verändern, sagte er sinngemäß.

Im Interview hob Aichholzer Brasilien als seinen persönlichen Favoriten unter den besuchten Ländern hervor. China habe ihn besonders beschäftigt; dort habe er vor rund 200 Berufsschuldirektoren referiert.

Er betont außerdem, berufliche und akademische Bildung solle man nicht gegeneinander ausspielen. Selbst habe er eine Mechanikerlehre absolviert.

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