Eine neue Trafostation in Tulln Staasdorferstrasse ermöglicht die Stromeinspeisung für die neu errichtete PV-Anlage des REHAB Zentrums. Das Tullner Stromnetz soll so zukunftssicher werden. Darüber berichtet Welt Stimme.
TULLN. Um den Anforderungen der Energiezukunft und damit auch der neuen PV-Anlage des REHAB Zentrums gerecht zu werden, errichtete die EVN Tochter Netz NÖ eine neue Trafostation in der Tullner Staasdorferstrasse.
„Das Stromnetz in Tulln muss zukunftssicher gemacht werden, um die steigenden Anforderungen durch neue Technologien wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und E-Ladestationen zu erfüllen“, erklärt Netz NÖ Projektleiter Gregor Mayerhofer. „Mit diesem Ausbau stellen wir sicher, dass das Netz auch in den kommenden Jahren zuverlässig funktioniert und die Stadtgemeinde Tulln bestmöglich auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet ist.“
Bürgermeister Peter Eisenschenk betont während einer Besichtigung vor Ort die Notwendigkeit eines leistungsfähigen und modernen Stromnetzes zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien. „Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien erfordert ein leistungsfähiges und modernes Stromnetz“, so Eisenschenk.
Primar Thomas Kienbacher hebt hervor: „Das REHAB Zentrum leistet einen wichtigen Schritt zur Energiewende.“ Architekt Willibald Eigner fügt hinzu: „Ein gelungenes Projekt und eine sehr innovative PV-Flächennutzung konnte in guter Zusammenarbeit mit der Netz NÖ perfekt umgesetzt werden.“
Netz-Ausbau bis 2034
Die Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie sehen bis 2030 eine Verzehnfachung der Energie aus Photovoltaikanlagen und eine Verdopplung aus Windkraftanlagen vor. In ihrer Rolle als Verteilnetzbetreiberin stellt das die Netz NÖ vor eine gewaltige Herausforderung, da das Stromnetz in vergleichbar kurzer Zeit auf verschiedenen Ebenen modernisiert und ausgebaut werden muss.
Modernisierungsprogramm bis 2034
Das Programm sieht den Neu- oder Ersatzneubau von etwa 55 Umspannwerken inklusive Anschlussleitungen vor (derzeit sind 92 Umspannwerke in Betrieb). Jährlich sollen etwa 700 Trafostationen errichtet werden, während der langjährige Schnitt bei etwa 250 Stationen liegt. Zudem wird der Verlegung von etwa 1.000 km Mittel- und Niederspannungskabel pro Jahr angestrebt.
Dieser starke Ausbau ist zwingend notwendig. Der Umbau des Energiesystems schreitet mit großen Schritten voran. Im ersten Halbjahr verzeichnete die Netz NÖ mehr als 14.000 Fertigmeldungen im Bereich Photovoltaik-Anlagen, sodass nunmehr über 126.000 Sonnenkraftwerke in ihr Netz einspeisen. Rund 25 Prozent der Sonnenkraftwerke Österreichs befinden sich in Niederösterreich, ebenso wie mehr als 50 % der Windkraftanlagen.
Für das aktuelle Geschäftsjahr plant die Netz NÖ, mehr als 450 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren, um die Energiezukunft „auf den Boden zu bringen“.


