Am 4. September wurde der Spatenstich für eine neue Allgemeine Höhere Schule (AHS) im Stadtquartier „Village im Dritten“ in Wien gesetzt. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) war anwesend, um den etwas verspäteten Beginn des Bauprojekts offiziell einzuleiten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Insgesamt 22 Baufelder sind auf der Baustelle verteilt, wobei am Donnerstag das letzte Areal für die AHS eingeweiht wurde, die von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) realisiert wird. Mit der neuen Bildungseinrichtung sollen über 1.000 Schüler Platz finden. Geplant sind zwei Bildungszweige: das Gymnasium und das Realgymnasium. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 50 Millionen Euro, was eine erhebliche Steigerung der ursprünglich kalkulierten 24,2 Millionen Euro darstellt.
Zwei Sportplätze am Dach
Im Juni 2022 wurde der Abschluss des Projekts für Mitte 2025 angekündigt. BIG-Geschäftsführer Gerald Beck kündigte während des Pressetermins eine Gleichenfeier in etwa einem Jahr an und versicherte, dass die neue Bildungseinrichtung bald den höchsten Standards entsprechen werde. Die Unterstufenklassen werden in Cluster-Einheiten organisiert, während die Oberstufen im Departmentsystem strukturiert sind. Dies soll den Austausch zwischen den Schülern fördern und auf ein gezieltes Lernen abzielen.
Auf einer Fläche von etwa 12.000 Quadratmetern findet das gesamte Konzept Platz. Für die Sporteinrichtungen sind fünf Flächen vorgesehen, die aufgrund der innerstädtischen Lage auf dem Dach des neuen Gymnasiums errichtet werden. Zusätzlich sind drei Turnsäle im Erdgeschoss eingeplant.
Klassenraum als dritter Pädagoge
Bei der Zeremonie kehrte Christoph Wiederkehr als neuer Bildungsminister in den Bezirk Landstraße zurück und betonte die Notwendigkeit guter Infrastruktur für eine qualitativ hochwertige Bildung. Regina Breitenfeld, die stellvertretende Wiener Bildungsdirektorin, kommentierte, dass „der Klassenraum der dritte Pädagoge“ sei. Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ) äußerte sich positiv zu dem neuen Gymnasium und wies darauf hin, dass die nächste Schule im Erdberg sei, was für Kinder mit schweren Schulranzen problematisch sei.
Das Architekturbüro „Kronaus Mitterer“ hat auch nachhaltige Aspekte in das Design integriert, wie die Installation von 24 Erdsonden und Photovoltaikanlagen auf dem Dach. Der Hauptzugang der Schule wird großzügig gestaltet und befindet sich über der Otto-Preminger-Straße. Die Dankbarkeit aller Beteiligten für die Arbeiter, die unter extremen Wetterbedingungen am Bau tätig sind, wurde ebenso hervorgehoben. Nach Fertigstellung der Schule werden dort voraussichtlich 100 Lehrkräfte tätig sein.


