Ein 33-Jähriger wurde am Mittwoch zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, da er Millionenbeträge für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gesammelt haben soll. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
In der Zeit von Frühjahr 2022 bis zu seiner Festnahme Ende Juli soll der Mann in Österreich Geld für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) akquiriert haben. Mit den gesammelten Beträgen unterstützte er in Syrien und im Irak tätige Kämpfer sowie deren Angehörige und setzte sich für die Freilassung inhaftierter IS-Anhänger ein.
Der Verurteilte wurde wegen terroristischer Vereinigung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation verurteilt. Die Erwartungen an die Schwere des Urteils sind hoch, insbesondere da die Staatsanwaltschaft während der Verhandlung eine mögliche erhebliche Bedrohung für Europa betonte. „Wir reden von einer ganz, ganz hohen Gefahr für Europa“, so der Staatsanwalt.
„Ganz hohe Gefahr für Europa“
Obwohl der Angeklagte auch beschuldigt wurde, eine führende Rolle innegehabt zu haben, wurde er in diesem Punkt freigesprochen. Laut Staatsanwaltschaft habe der Mann über einen einzigen Spendenkanal etwa 62,77 Millionen Euro für IS-Zwecke gesammelt. Zusätzlich habe er selbst zwei bis drei Millionen Euro überwiesen. Der Angeklagte hingegen behauptet, es sei vor allem um humanitäre Hilfe gegangen und bezeichnete die Fundraising-Aktivitäten als „Wohltätigkeitsfonds“.
Darüber berichtet Welt Stimme.


