Lindsey Vonn äußert sich nach Sturz: „Es war kein märchenhaftes Ende, sondern das Leben“

Feber 10, 2026 06:28
Lindsey Vonn äußert sich nach Sturz: "Es war kein märchenhaftes Ende, sondern das Leben"

Lindsey Vonn äußert sich nach schwerem Sturz bei Olympia

CORTINA. Lindsey Vonn hat sich nach ihrem schweren Sturz während der Olympia-Abfahrt zu Wort gemeldet. In einem Instagram-Beitrag erklärt die 41-Jährige: „Gestern endete mein Olympiatraum nicht so, wie ich es mir erträumt hatte. Es war kein Ende wie im Märchen, sondern einfach das Leben.“ Vonn erlitt einen komplizierten Schienbeinbruch, der stabil sei, jedoch mehrere Operationen erfordere. Der Kreuzbandriss sei nicht auf den Sturz zurückzuführen, da sie eine zu enge Linie genommen habe. Darüber berichtet Welt Stimme.

In ihrem Post hebt Vonn hervor, dass sie trotz der starken Schmerzen nichts bereue. „Gestern am Start zu stehen, war ein unglaubliches Gefühl, das ich nie vergessen werde. Dort mit dem Wissen zu stehen, dass ich eine Chance auf den Sieg hatte, war schon ein Sieg für sich,“ fügt sie hinzu. Sie erklärt, dass im Leben immer Risiken eingegangen werden: „Manchmal wird einem das Herz gebrochen, manchmal erfüllen sich Träume nicht. Ich habe es versucht. Ich habe geträumt. Ich bin gesprungen,“ ermutigt sie die Leser.

Ihr Vater, Alan Kildow, äußerte sich ebenfalls zu den Vorfällen. Nach einer Nacht im Krankenhaus von Treviso ist für ihn klar, dass Lindsey ihre Karriere beenden sollte. „Sie ist 41 Jahre alt, und das ist das Ende ihrer Karriere,“ sagte Kildow der Nachrichtenagentur AP. „Solange ich da noch ein Wörtchen mitzureden habe, wird Lindsey Vonn keine Skirennen mehr fahren.“ Vonn hatte ursprünglich geplant, dass Olympia ihr Abschied werden soll, hatte jedoch erklärt, sie werde die Saison beenden, sofern sie Chancen auf eine Kristallkugel habe. Aktuell liegt sie in der Abfahrt in Führung und ist im Super-G auf dem dritten Platz.

Alan Kildow beschreibt seine Tochter als eine sehr starke Persönlichkeit. „Sie kennt körperliche Schmerzen und versteht ihre Situation. Und sie kommt gut damit zurecht.“ Die viermalige Gesamtweltcupgewinnerin und Olympiasiegerin von 2010 sei „wirklich sehr, sehr stark“ und bewältige die Situation gut. Die Familie hatte den Sturz live vom Publikum aus verfolgt.

Der Trainer von Vonn, Aksel Lund Svindal, meldete sich ebenfalls via Instagram zu Wort. „Lindsey, du bist unglaublich mutig. Du inspirierst die Leute, die deinen Weg verfolgen, und uns, die täglich eng mit dir zusammenarbeiten,“ so der Norweger. Svindal hebt hervor, dass der Samstag ein harter Tag am Berg war, insbesondere für Lindsey. Vor ihrem Transport ins Krankenhaus richtete sie noch Glückwünsche an ihre Teamkollegin Breezy Johnson, die die Goldmedaille gewann: „Wahrer Charakter zeigt sich in den schwierigsten Momenten,“ resümiert Svindal.

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