Eigenheimförderung in der Steiermark startet im März 2026 erneut nach Pause

Feber 10, 2026 06:27
Eigenheimförderung in der Steiermark startet im März 2026 erneut nach Pause

Nach monatelanger Pause startet das Land Steiermark die Wohnraumoffensive neu. Ab März gibt es wieder eine Eigenheimförderung und neue Sanierungszuschüsse. Was Häuslbauerinnen und Häuslbauer, Saniererinnen und Sanierer und junge Familien jetzt wissen müssen. Darüber berichtet Welt Stimme.

STEIERMARK. Nach dem abrupten Stopp der Wohnraumoffensive im Vorjahr kommt Bewegung in die steirische Wohnbauförderung: Ab März 2026 sollen wieder Anträge für die Eigenheimförderung und die sogenannte „Große Eigenheim-Sanierung“ möglich sein. Die Offensive war 2025 wegen enormer Nachfrage und begrenzter Budgetmittel auf Eis gelegt worden. Viele Bauwillige standen plötzlich ohne zugesagte Unterstützung da. Wohnbaulandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) sprach damals von einer „schmerzhaften, aber notwendigen Notbremse“. Nun wird das Paket neu gestartet – schlanker, stärker an Bundesförderungen angepasst und mit klareren Rahmenbedingungen.

Günstige Landesdarlehen als Kernstück

Zentrale Säule der neuen Förderung sind zinsgünstige Landesdarlehen. Diese sind gestaffelt verzinst und sollen maximal 1,5 Prozent betragen. Die Darlehenshöhe liegt künftig bei bis zu 80.000 Euro. Damit unterstützt das Land sowohl den Neubau als auch den Kauf und die Sanierung von Eigenheimen. Gefördert werden Eigenheime bis zu einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern. Wie bisher gelten Einkommensobergrenzen. Die Wohnbauförderung soll jenen zugutekommen, die Unterstützung tatsächlich benötigen. Wohnbaulandesrätin Schmiedtbauer betont, man wolle „den Traum vom Eigenheim für möglichst viele Steirerinnen und Steirer ebnen“ und trotz schwieriger Budgetlage leistbaren, nachhaltigen Wohnraum sichern.

Nachhaltigkeit bringt Vorteile

Zudem wird der sogenannte Siedlungsschwerpunkt zur Voraussetzung: Neubauten sollen bevorzugt in bestehenden Ortskernen oder verdichteten Lagen entstehen. Ausnahmen sind etwa für Generationenhäuser vorgesehen. Ziel ist es, Zersiedelung einzudämmen und die Ortskerne zu stärken. Die Förderung bleibt als Baukastensystem aufgebaut. Wer besonders energieeffizient und ressourcenschonend baut oder saniert, kann mit zusätzlichen Zuschlägen rechnen. Damit will das Land gezielt klimafreundliches Bauen belohnen.

Einen eigenen Jungfamilienbonus gibt es künftig nicht mehr. Stattdessen wird ein Zuschlag von 10.000 Euro direkt in die Eigenheimförderung und die große Eigenheim-Sanierung integriert, sofern die entsprechenden Kriterien erfüllt sind.

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