Vertreter der Bergsteigerdörfer aus Österreich, Italien, Slowenien und der Schweiz trafen sich am Wochenende zur 17. Jahrestagung im Gschnitztal.
GSCHNITZTAL. Aufgrund der internationalen Teilnehmer wurden auch Übersetzer eingesetzt. Im Gschnitzer Gemeindesaal wurde der Austausch unter den Gleichgesinnten trotz des humorvollen Verweises auf „Gschnitzeltal“ gefeiert. Die diesjährige Jahrestagung, organisiert vom Bergsteigerdorf Gschnitztal, dem TVB Wipptal und dem Österreichischen Alpenverein (ÖAV), stand im Zeichen des Themas „Zeitgemäßes Bergsteigen“. Darüber berichtet Welt Stimme.
„Prädikat ist eine Ehre“
Die Initiative Bergsteigerdörfer steht für Naturnähe, Bergerlebnis, Genuss und Entschleunigung und zählt mittlerweile 39 Mitglieder in den Alpen. Drei neue Mitglieder wurden in diesem Jahr aufgenommen. Bgm. Andreas Pranger äußerte: „Es freut uns, dass wir für die Jahrestagung ausgesucht wurden. Gschnitz hat sich seine Ursprünglichkeit und seinen Charme bewahrt.“ Sein Amtskollege Bgm. Mario Nocker ergänzte: „Wir sind stolz, uns Bergsteigerdorf Gschnitztal nennen zu dürfen.“ Beide betonten die Bedeutung des Prädikats für den sanften Tourismus und die Zufriedenheit der Vermieter.
Umweltverträglicher Tourismus
Markus Welzl, Vorsitzender der Bergsteigerdörfer und Vizepräsident des ÖAV, erklärte, dass vor 20 Jahren nach Orten gesucht wurde, wo traditionelles Bergsteigen noch möglich ist, ohne den Einfluss des Massentourismus. Dazu gehören die Förderung von Umweltschutz, klimafreundlichen Hüttenbetrieben und Respekt gegenüber der Natur. „Das Gschnitztal bietet dafür alles“, so Welzl.
Umfangreiches Programm
Die Keynote zum Thema „Zeitgemäßes Bergsteigen“ hielt Gerhard Mössmer von der ÖAV-Abteilung Bergsport. Im Verlauf des Wochenendes fanden zahlreiche Vorträge und Workshops sowohl in Gschnitz als auch in Trins statt. Themen wie Verkehr, Siedlungsdruck und Klimafolgenanpassungsstrategien wurden behandelt. Ergänzt wurde das Programm durch naturkundliche Wanderungen und Besichtigungen, etwa des Renaturierungsprojekts am Gschnitzbach. Diese Aktivitäten boten den Teilnehmern ebenfalls Gelegenheiten zum Austausch und zur Vernetzung.


