Die touristische Prognose für den oberösterreichischen Wintertourismus ist durchwegs positiv. Damit der Aufwärtstrend bestehen bleibt, dreht man an vielen Hebeln wie Kampagnen, Allianzen, Ausbau der Infrastruktur und 50 Millionen Euro Investment der Seilbahnen. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Sommersaison 2025 brachte erneut mehr Gäste und Nächtigungen. Die vorläufige Tourismusstatistik von Mai bis September 2025 weist für Oberösterreich rund 1,9 Millionen Ankünfte aus, was einem Anstieg von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ebenso dokumentieren 5,0 Millionen Nächtigungen ein Plus von 1,1 Prozent. Auch für die bevorstehende Wintersaison zeigt sich der Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner optimistisch:
„In den zehn Jahren seit 2015 hat die Zahl der Wintergäste in unserem Bundesland um 26,9 Prozent zugelegt, die Nächtigungen um 22,8 Prozent. Der Wintertourismus und vor allem der Wintersport sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren für den Standort Oberösterreich.“
Die sieben Top-Skigebiete in Oberösterreich überzeugen durch gute Erreichbarkeit und kurze Anfahrtswege. Diese strategische Positionierung als Winterdestination für Familien wird durch regelmäßige Gästebefragungen unterstützt. So ergeben sich Erkenntnisse aus der vergangenen Wintersaison, die durch den Tourismus Monitor Austria (T-Mona) und die aktuell erhobenen Daten des Satisfaction Monitors (Samon) zur Gästezufriedenheit in Österreichs Skigebieten belegt sind.
Hälfte der Oberösterreich-Gäste sind Familien
Etwa 50 Prozent der Besucher reisen als Familie mit Kindern und Jugendlichen an. 16 Prozent verbringen ihren Aufenthalt als Paar, während 15 Prozent mit Freunden anreisen. Mehr als ein Drittel der Gäste gibt an, dass die Überschaubarkeit der Skigebiete entscheidend für ihre Wahl war. Diese Gäste bevorzugen bewusst die kompakten Skigebiete Oberösterreichs gegenüber größeren Destinationen.
„Unsere Gäste nehmen Oberösterreichs Skigebiete als ‚Kompaktklasse des Wintersports‘ mit fairem Preis-Leistungsverhältnis wahr“, sagt Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer von Oberösterreich Tourismus.
Wintersport schafft Arbeitsplätze
Der Wintertourismus generiert nicht nur Wertschöpfung in den Destinationen, sondern sichert auch zahlreiche Arbeitsplätze. Eine Studie zur Wertschöpfung durch Oberösterreichs Seilbahnen zeigt, dass im Winter 2023/24 eine direkte Brutto-Wertschöpfung von 21,5 Millionen Euro erzielt wurde. Diese Effekte strahlen weit in andere Branchen aus und sichern insgesamt 1.950 Arbeitsplätze. Besonders die Seilbahnen leisten mit 590 Jobs einen direkten Beitrag zur Beschäftigung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren Skigebiete und Beherbergungsbetriebe in Neu- und Umbauprojekte.
50 Millionen Euro Investitionen
Insgesamt investiert die Seilbahnbranche in Oberösterreich mehr als 50 Millionen Euro in Qualitätsverbesserungen. In Hinterstoder und auf der Wurzeralm fließen rund 4 Millionen Euro in den weiteren Ausbau der Infrastruktur, insbesondere in die Beschneiung am Frauenkar sowie in die Modernisierung bestehender Anlagen und Geräte. Gleichzeitig wird die Gastronomie neu ausgerichtet. In Gosau in der Skiregion Dachstein West entstehen zwei neue Sesselbahnen mit einem Investitionsvolumen von rund 22 Millionen Euro, während die Salinen AG die Zubringerbahn zum Salzbergwerk in Hallstatt mit knapp 25 Millionen Euro erneuert.


