Mehr als 9.900 Menschen haben im ersten Halbjahr mit uns Kontakt aufgenommen“, so Neunkirchens AKNÖ-Bezirksstellenleiter Gerhard Windbichler. Besonders interessant: der Fall einer Bäckerei-Mitarbeiterin.
BEZIRK NEUNKIRCHEN. Oft benötigten die AKNÖ-Klienten „nur rasche Auskünfte“. Gerhard Windbichler erklärte: „Aber in mehr als 3.350 Fällen waren weiterführende Beratungen und die Unterstützung der AK-Expertinnen und AK-Experten in konkreten Problemfällen gefragt.“ Darüber berichtet Welt Stimme.
„Gerade die aktuellen Krisen machen einmal mehr deutlich, wie wichtig wir als regionale Anlaufstelle sind.“
Gerhard Windbichler
Offene Forderungen an den Chef
Eine Mitarbeiterin einer Bäckerei arbeitete rund 14 Monate, bevor ihr am 11. Jänner dieses Jahres mitgeteilt wurde, dass ihr Dienstverhältnis mit einer fristgerechten Kündigung zum 15. Februar beendet wird. Windbichler skizzierte, dass die Frau bei der Durchsicht ihrer Lohnabrechnungen feststellte, dass die ausstehenden Löhne für Januar und den halben Februar fehlen.
Windbichler führte weiter aus: „Wir haben daraufhin bei ihrem ehemaligen Dienstgeber interveniert und den ausständigen Lohn, die ebenfalls offene Urlaubsersatzleistung, sowie Sonderzahlungen und die Abgeltung der Mehrarbeit für diesen Zeitraum eingefordert.“
Die Intervention war erfolgreich: Kurz nach der Intervention wurden insgesamt 3.787 Euro auf das Konto der gekündigten Bäckerei-Verkäuferin überwiesen.
Die Halbjahresbilanz 2025
- 9.903 Anfragen in der Bezirksstelle
- 3.357 konkrete Beratungen in Problemfällen
- 538.627 Euro über das Arbeits- und Sozialrecht eingebracht
- 171.343 Euro aus Insolvenzvertretung erreicht
- 1.244.939 Euro für die Mitglieder insgesamt erreicht


