Die Unternehmensleitung von Binder+Co hat ein klares Bekenntnis zum Standort Österreich abgegeben, während die wirtschaftliche Lage aufgrund globaler Entwicklungen angespannt bleibt. Darüber berichtet Welt Stimme.
GRAZ/GLEISDORF. Die allgemeine wirtschaftliche Situation zeigt sich herausfordernd, was viele Branchen betrifft. Hiobsbotschaften sind mittlerweile an der Tagesordnung.
Binder+Co, ein essenzieller Akteur im Wirtschaftsraum Gleisdorf im Bezirk Weiz, gilt als weltweiter Spezialist in der Aufbereitungstechnik sowie in der Rohstoff- und Recyclingindustrie. Neben dem Hauptsitz in Gleisdorf unterhält das Unternehmen Niederlassungen in Italien und den USA und beschäftigt in Österreich insgesamt 354 Mitarbeiter.
Erweiterter Vorstand
In Graz hat der Vorstand nun eine Zwischenbilanz des Geschäftsjahres gezogen. Der Vorstand wurde auf drei Mitglieder erweitert, um die Innovationsführerschaft zu betonen. Jörg Rosegger, seit 1993 im Unternehmen und seit 2007 im Vorstand, zeichnet verantwortlich für Vertrieb, Produktmanagement, Marketing, den After-Sales-Sektor sowie die Tochtergesellschaften Statec Binder und Comec Binder.
Mario Stockreiter ist seit 2008 bei Binder+Co und ist für Einkauf, Finanzen, Controlling, HR, IT, Commercial Management, Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie das Tochterunternehmen Binder+Co USA zuständig.
Peter Gradwohl, seit 2011 im Unternehmen, verantwortet die Bereiche Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement, Technik, Forschung & Entwicklung sowie Projektmanagement.
Bekenntnis zur Region
Eine zentrale Aussage des Vorstands betont das Bekenntnis zur Produktion in Österreich, was laut Jörg Rosegger Innovation sichert. Binder+Co investiert kontinuierlich in den Standort Gleisdorf, geplant sind der Bau eines Sozialgebäudes, die Modernisierung der Werksinfrastruktur sowie Projekte zur Energieeffizienz.
Internationaler Wettbewerbsdruck
Die aktuellen Geschäftszahlen sind stabil, Umsatz und Auftragslage befinden sich auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch verzeichnet das Unternehmen eine leicht rückläufige Ergebnisentwicklung, die auf internationalen Wettbewerbsdruck zurückzuführen ist.
Ein umfassender Blick zeigt, dass insbesondere die Situation in der Baubranche, die US-Zollpolitik sowie die zunehmende Konkurrenz aus China die Geschäftslage beeinflussen. Eine rückläufige Glasproduktion führt zu geringeren Investitionen in Glasrecyclinganlagen, was sich in einem „verhaltenden Auftragseingang“ niederschlägt.
Im Bereich der Aufbereitungstechnik verzeichnet Binder+Co jedoch positive Entwicklungen, vor allem durch die Tochtergesellschaft Comec-Binder in Italien. Auch Binder+Co USA konnte nahtlos an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. Der asiatische Verpackungs- und Sackpalettierbereich spielt eine wesentliche Rolle für Statec Binder, mit über 40 Prozent Umsatzanteil, trotz wachsender Konkurrenz aus China.
Wie geht es weiter?
Der Vorstand bleibt trotz schwieriger Rahmenbedingungen seiner Linie treu und setzt auf klare Branchenfokussierung sowie auf eine Kombination von technischer Innovation und Nachhaltigkeit. Der Standort Österreich bleibt dabei zentral.
Die Rolle von KI und Nachhaltigkeit
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, spielen die Themen KI und Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Im Frühjahr präsentierte Binder+Co auf der „Bauma“ in München eine KI-gestützte Sortiermaschine. Zudem wirkt das Unternehmen am von der EU geförderten Pilotprojekt CDW-Life Circle in Brescia mit, das die vollständige Wiederverwertung von Bauschutt zum Ziel hat.


