In wirtschaftlich angespannten Zeiten erweist sich die Auszeichnung der Wirtschaft als bedeutend: Der Holzbaupreis Steiermark 2025 wurde kürzlich vergeben und unter den Preisträgern befindet sich Holzbau Lappi&Lappi aus Gabersdorf. Eine Auszeichnung erhielt das Unternehmen für „Private Bauten“ in Deutschgoritz/Oberspitz. Darüber berichtet Welt Stimme.
GABERSDORF. Elf herausragende Holzbauten wurden von einer unabhängigen Jury ausgezeichnet und tragen ab diesem Jahr den Titel „Holzbaupreis Steiermark“. Diese Gebäude zeichnen sich durch ihre Handwerkskunst, gewagte Architektur und ein starkes Bekenntnis zu nachhaltigem Bauen aus – sie reichen von großen Hallen über kunstvoll gestaltete Ferienhäuser bis hin zu komplexen Steiganlagen.
Bestes Handwerk aus dem Rohstoff Holz
Die Initiatoren – die Landesinnung Holzbau, Besser mit Holz und proHolz Steiermark – bezeichnen die Preisträger als einen Beweis für die Leistungsfähigkeit des Werkstoffs Holz und des besten Handwerks: „Die ausgezeichneten Bauten zeigen, wie zukunftsfähiges Bauen heutzutage aussieht: es ist das Bauen mit Holz!“
Der Holzbaupreis Steiermark wurde Anfang Oktober in Graz verliehen. In der Kategorie „Private Wohnbauten“ gewann ein Haus in Deutsch Goritz/Oberspitz, das von Bauherr Luis Fortmüller errichtet wurde. Der Bauauftrag ging an Holzbau Lappi & Lappi aus Gabersdorf.
Die Jurybegründung
Die Jury hebt hervor, dass sich der Anbau architektonisch präzise in ein altes bäuerliches Wohnhaus eingliedert. Dies ist ein herausragendes Beispiel für gelungenes Bauen mit Holz. Die traditionelle Form des Hofs wird sensibel aufgegriffen, weiterentwickelt und raumgreifend geöffnet – modern und lichtdurchflutet, ohne dabei aufdringlich zu wirken oder die umgebende Landschaft zu dominieren. Die Linienführung wird konsequent weitergeführt, die lange Veranda integriert die neuen Anbauten und fügt sich harmonisch in die Landschaft ein.
Im Inneren wird die bestehende Struktur fortgeführt und erweitert, wodurch ein weiter Blick auf die Landschaft möglich wird. Holz bleibt, gemäß der regionalen Bautradition, das prägende Material. Die bautechnischen Lösungen des Holzbaumeisters, wie die elegante Unterlüftung des Daches, verleihen dem Anbau eine Leichtigkeit und setzen die architektonischen Ideen gekonnt um. Besonders überzeugend sind die stimmigen Proportionen, die subtile Linienführung und die klare Materialehrlichkeit. Selbst statische Herausforderungen werden gelassen und handwerklich präzise bewältigt – bis ins Detail.
Hochkarätige Jury
Die Jury, geleitet von Architekt Christian Andexer, setzte sich zusammen aus Holzbaumeister Robert Böhm, Landesinnungsmeister Holzbau Wien, Katharina Kern, Aufsichtsrätin Holzcluster Steiermark, Andreas Ringhofer vom Institut für Holzbau und Holztechnologie sowie Tragwerksplaner Peter Mandl. Aus insgesamt 145 Einreichungen wurden die Preisträger ausgewählt.


