Der Eisenstädter Autofrühling, der seit 1999 eine feste Größe für Autofans, Familien und Kaufinteressierte im Burgenland ist, zeigt trotz steigender Spritpreise ein positives Wachstum im Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Darüber berichtet Welt Stimme.
EISENSTADT. Das Auto bleibt im Burgenland ein unverzichtbares Gut. Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2025 wurden im Bundesland 8.534 neue Fahrzeuge zugelassen. Davon waren 1.969 Elektroautos und 3.194 Hybridfahrzeuge mit Benzin- oder Diesel-Elektro-Antrieb. Dies stellt einen Anstieg von 43 Prozent bei den rein elektrischen Fahrzeugen und sogar von 58 Prozent bei den Hybriden dar. Im Gegensatz dazu gibt es bei Dieselfahrzeugen einen starken Rückgang von 26,7 Prozent, während die Neuzulassungen von Benzinautos um sieben Prozent zurückgingen im Vergleich zu 2024.
Die ARGE der Eisenstädter Autohäuser umfasst derzeit neun Autohäuser mit insgesamt 32 Automarken am Standort Eisenstadt. Der Schwerpunkt im Jahr 2026 liegt klar auf der Elektromobilität und alternativen Antriebsformen. Im Rahmen des Autofrühlings hatten die Besucher die Möglichkeit, über 50 Elektro- und Hybridmodelle zu besichtigen und Probefahrten zu erleben.
Kunden mit konkreten Vorstellungen
Die Eisenstädter Autohäuser zeigen sich optimistisch, auch wenn der traditionelle Autofrühling nicht mehr die Anziehungskraft der früheren Jahre hat. Laut Günter Buchreiter vom gleichnamigen Autohaus kommen die Kunden heutzutage mit konkreten Kaufanliegen. «Die Laufkundschaft aus den Nullerjahren, wo das Internet noch nicht so ausgereift war, ist jetzt weg. Die Leute kommen mit konkreten Fragen zu uns und wollen vor allem konkrete Angebote», so Buchreiter. Diese Entwicklung wird von ihm als positiv gewertet.
Trend zu Elektro
Heinz Wagner, Geschäftsführer des Autohauses Denzel, teilt eine ähnliche Auffassung. Das Unternehmen ist neuerdings auch an einem weiteren Standort in Eisenstadt vertreten. Mit einem Fokus auf vollelektrische Modelle von BYD bietet das Autohaus individuelle Beratungsgespräche zum Thema E-Mobilität an. «Die Nachfrage ist definitiv da, die Kundinnen und Kunden trauen sich aber noch nicht», erklärt Wagner. Er sieht die Notwendigkeit, dass die Spritpreise weiter steigen sollten.
Laut Werner Weintritt, Chef des Autohauses Weintritt, verlagert sich der Trend verstärkt in Richtung Elektrofahrzeuge aufgrund der steigenden Preise für Benzin und Diesel. Günter Buchreiter glaubt, dass die Entwicklung stabil verläuft, da sich die Preise für Elektroalternativen nun mit denen von Verbrennern «harmonisiert» haben und die Technologie immer ausgefeilter wird. Der Gebrauchtmarkt bleibt ebenfalls wichtig, hat sich jedoch nach drastischen Preiserhöhungen während der Corona-Pandemie wieder stabilisiert, merkt Buchreiter an.
Teilnehmende Autohäuser
- Autohaus Bierbaum: BMW, BMWi
- Autohaus Denzel: VOLVO, MITSUBISHI, BYD, HYUNDAI, MG, MAXUS
- Autohaus Buchreiter: TOYOTA
- Autohaus Horvath: OPEL, ABARTH, FIAT, PEUGEOT
- Autohaus AV Ott: MERCEDES-BENZ, SMART, CITROËN
- Autohaus Kamper: VW, AUDI, SEAT, CUPRA, ŠKODA
- Autohaus Ebner: RENAULT, DACIA, AIXAM, OMODA, JAECOO
- Autohaus Nemeth: KIA, MAZDA, PEUGEOT, ALFA ROMEO, FIAT-Service
- Autohaus Weintritt: FORD, SUZUKI


