Im Bezirk Ried drohen Frauen zum „Equal Pay Day“ am 28. Oktober 2025 erhebliche Einkommensverluste. Laut der Gewerkschaftsbund-Regionalvorsitzenden Martina Reischenböck werden Frauen im Vergleich zu Männern bei gleicher Leistung im Durchschnitt 22 Prozent weniger verdienen. „Es ist unerträglich, dass im Jahr 2025 Frauenarbeit noch immer schlechter bezahlt und bewertet wird als Männerarbeit“, äußert Reischenböck ihren Unmut. Über ein Arbeitsleben hinweg verlieren Frauen rund 500.000 Euro, was die Dringlichkeit der Thematik verdeutlicht. Darüber berichtet Welt Stimme.
EU-Richtlinie gilt mit Juni 2026
Die ÖGB-Regionalgruppe fordert mehr Transparenz in der Entlohnung. „Nur wenn sichtbar wird, wer wie viel verdient, können wir die Einkommensschere schließen“, so die Gewerkschafterin. Im Rahmen der neuen EU-Lohntransparenzrichtlinie sind Unternehmen verpflichtet, transparente Informationen über Gehälter zu liefern. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) weist darauf hin, dass Österreich bis Juni 2026 Zeit hat, die Richtlinie umzusetzen. „Beschäftigte haben dann das Recht zu erfahren, was andere für vergleichbare Arbeit verdienen. Verschwiegenheitsklauseln fallen weg, wenn Beschäftigte ihr Gehalt oder ihren Lohn für die Durchsetzung ihrer Rechte freiwillig offenlegen wollen“, betont Reischenböck. Arbeitgeber müssen künftig nachweisen, dass Entgeltdifferenzen gerechtfertigt sind und nicht auf der Ungleichbehandlung von Beschäftigten basieren.


