WIFO und IHS halten an Wachstumsprognosen fest und heben Inflationserwartungen an

Oktober 15, 2026 18:19
A worker grinds metal with an angle grinder, sending sparks across a workshop.
WIFO und IHS halten an ihren Wachstumsprognosen für 2026 fest. Trotz höherer Energiepreise erwarten sie eine leichte Erholung der österreichischen Wirtschaft. (Symbolbild)Foto: Janno Nivergall/Pixabayhochgeladen von Kevin Chi

Das WIFO und das IHS halten an ihren Wachstumsprognosen für Österreichs Wirtschaft für 2026 fest. Trotz hoher Energiepreise erwarten die beiden Institute eine leichte Erholung, zugleich steigen ihre Inflationsprognosen.

Das WIFO rechnet für 2026 mit einem realen BIP-Wachstum von 0,9 Prozent, das IHS mit 0,8 Prozent. Für 2027 hebt das WIFO seine Prognose um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent an, das IHS bleibt bei 1,0 Prozent.

Bei der Teuerung gehen beide Institute nun von höheren Werten aus. Das WIFO erwartet für 2026 eine Inflation von 3,3 Prozent statt bisher 3,2 Prozent und für 2027 von 2,6 Prozent statt 2,4 Prozent.

Das IHS veranschlagt die Inflation 2026 mit 3,1 Prozent nach zuvor 3,0 Prozent. Für 2027 liegt die Erwartung bei 2,8 Prozent statt 2,3 Prozent; im Text wird dies mit am Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank verglichen.

Beim Arbeitsmarkt sehen beide Institute erst 2027 eine Entspannung. Für 2026 erwarten sie jeweils eine Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent, 2027 prognostiziert das WIFO 7,3 Prozent und das IHS 7,4 Prozent.

Als Gründe für die vorsichtige Aufhellung nennt das IHS unter anderem das resiliente außenwirtschaftliche Umfeld sowie die deutliche Stimmungsaufhellung in der Industrie. Der Text verweist zugleich auf anhaltenden Druck auf den Energiehandel seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar und auf die Blockade der Straße von Hormuz, die Rohöl, Erdgas und Strom verteuert hat. Nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher hält dieser Preisschub länger an als im Sommer angenommen.

Das WIFO verweist zudem auf ein seit dem Frühjahr 2023 steigendes Arbeitskräfteangebot, unter anderem wegen Zuwanderung. Der private Konsum dürfte demnach wegen gesunkener Reallöhne nur schwach zulegen.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Group of people with dogs, a chicken and two riders on horses posing outside a small chapel in the woods.
Vorheriger artikel

Vierte Tiersegnung am Buschberg zog rund 50 Besucher an

Four people stand on Josef-Matthias-Hauer-Platz holding a presentation board about the planned redesign.
Nächster artikel

Umbau des Josef-Matthias-Hauer-Platzes in der Josefstadt hat begonnen

Nicht verpassen