Das Perger Start-up Majourny entwickelt eine KI-gestützte Software, die Hotelteams Routinearbeiten abnehmen und Hotels autonomer machen soll. Version 1.0 wurde im September veröffentlicht.
Majourny wird seit Ende 2025 im laufenden Hotelbetrieb entwickelt, gemeinsam mit dem Stift Schlägl und dem Boutiquehotel Königswieserhof. Ziel des Unternehmens ist es, wiederkehrende Abläufe in Hotels zu digitalisieren, die bislang oft über Telefon, Zuruf oder Zettel laufen.
„Wir haben nicht im Büro überlegt, was Hotels brauchen könnten. Wir waren im Betrieb und haben gesehen, wo jeden Tag Zeit verloren geht“, sagte Gründer und Geschäftsführer Fabian Pischinger. Nach seinen Angaben sind die Erfahrungen direkt in das Produkt eingeflossen.
Die Software wird an bestehende Hotelprogramme angebunden, in denen Reservierungen, Zimmer und Gästedaten verwaltet werden. Ein Hub soll Aufgaben, Übergaben und Kommunikation zwischen Rezeption, Housekeeping, Haustechnik und Küche bündeln.
Als Zielgruppe nennt Majourny Boutique-Hotels, inhabergeführte Hotels und Chalets. Nach Angaben des Unternehmens sollen Gäste zudem über einen digitalen Concierge rund um die Uhr mit dem Hotel in Kontakt treten können.
Pischinger beschreibt die Nachfrage mit veränderten Erwartungen der Gäste und knappen Personalressourcen. „Die Gen Z will ihre Anliegen digital erledigen, zu jeder Uhrzeit. Gleichzeitig hat das Personal schlicht keine Kapazität mehr, alles händisch abzufangen“, sagte er.
Ein Beispiel aus dem Artikel: Meldet ein Gast ein defektes Waschbecken per Smartphone über den Chatbot, soll automatisch ein Auftrag für das Haustechnik-Team angelegt werden. „Kein Anruf bei der Rezeption, kein Zettel mit einem To-do, keine vergessene Meldung“, so Pischinger.
Für neue oder saisonale Mitarbeiter soll eine KI-Wissensdatenbank Antworten auf Fragen zum Haus liefern. Der nächste Schritt, der nach Angaben des Unternehmens noch nicht entwickelt ist, seien KI-Agenten, die einen großen Teil der Back-Office-Arbeit in Hotels selbstständig erledigen sollen.
Pischinger betont zugleich, dass die Verantwortung beim Menschen bleibe. „Entscheidungen über Preise, Kulanz oder den Umgang mit Beschwerden trifft weiterhin das Hotel. Die Software bereitet vor, organisiert und erinnert“, sagte er.
Der Beitrag nennt keine Angaben zu Finanzierung, Mitarbeiterzahl oder Umsatz. Auch die genannten Effizienzwerte, darunter die Angabe, rund 40 Prozent der Zeit eines Rezeptionisten entfielen auf repetitive Fragen, werden im Text nicht unabhängig belegt.


