Erhöhter Betrugsrisiko beim Ticketverkauf für den ESC 2026 in Wien

Jänner 10, 2026 12:11
Erhöhter Betrugsrisiko beim Ticketverkauf für den ESC 2026 in Wien

Warnung vor Online-Betrug beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien

Mit dem Beginn des Ticketverkaufs für den Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Wien besteht ein erhöhtes Risiko von Online-Betrug. Dies haben die Veranstalter, Behörden und Cyber-Experten erkannt und eine Informationskampagne initiiert, um potenzielle Käufer frühzeitig zu warnen und zu schützen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Am 13. Januar 2026 startet die erste Phase des Ticketverkaufs, weshalb der ORF, die EBU, das Innenministerium, die Stadt Wien und die Plattform „Watchlist Internet“ eine gemeinsame Präventionsoffensive gestartet haben. Ziel ist es, die Öffentlichkeit über gängige Betrugsmethoden aufzuklären und den sicheren Ticketkauf zu fördern.

Eine Registrierung auf „eurovision.com“ oder „oeticket.com“ ist bis zum 18. Dezember 2025 erforderlich. Nur registrierte Nutzer haben Zugang zu Tickets in der ersten Verkaufsrunde über „oeticket.com“. Angebote auf Social-Media-Plattformen oder Online-Marktplätzen, insbesondere sogenannte „Geheimkontingente“ oder überteuerte Tickets, gelten als unseriös.

Häufige Betrugsmaschen rund um Großevents

Erfahrungen aus früheren Großveranstaltungen zeigen, dass Betrüger verstärkt täuschend echt gestaltete Fake-Webseiten oder Online-Shops nutzen. Betroffene zahlen für Tickets, erhalten jedoch entweder keine Ware oder ungültige Kopien. Auch Phishing-Mails, die vermeintliche Gewinne oder Last-Minute-Tickets versprechen, sind häufig anzutreffen. Ein genauer Blick auf Absenderadressen und Links kann viele dieser Betrugsversuche entlarven.

Zusätzlich warnen die Experten vor gefälschten Social-Media-Angeboten, dubiosen Online-Umfragen sowie dem Teilen von Ticket-Selfies, da QR-Codes kopiert und missbraucht werden können. Außerdem wird das sogenannte „Quishing“ zum Thema. Hierbei werden echte QR-Codes im öffentlichen Raum mit gefälschten Etiketten überklebt, um Kaufinteressierte auf betrügerische Webseiten zu leiten.

Eine weitere Gefahr stellt der „Enkeltrick 2.0“ dar, bei dem Betrüger mithilfe von KI Stimmen von Angehörigen imitieren. Speziell während der ESC-Wochen im Mai könnten Anrufe mit angeblichen Notlagen für Verunsicherung sorgen. Die Polizei rät, Rückrufe über bekannte Nummern durchzuführen und vereinbarte Sicherheitswörter innerhalb der Familie zu nutzen.

Zentrale Meldestellen eingerichtet

Um Betrugsversuche schnell zu identifizieren, wurde ein Netzwerk aus Anlaufstellen geschaffen. Verdächtige E-Mails oder Webseiten können an esc-cybersecurity@orf.at gemeldet werden. Anzeigen sind sowohl bei jeder Polizeidienststelle als auch online über die Meldestelle gegen Internetkriminalität des Bundeskriminalamts möglich. Zusätzlich bietet die Cybercrime-Helpline der Stadt Wien Unterstützung, während „Watchlist Internet“ laufend aktuelle Warnungen veröffentlicht.

Martin Pils, Head of Cyber Security für den ESC 2026, hob die Rolle der Öffentlichkeit hervor: „Sicherheit ist Teamsport. Hinweise aus der Bevölkerung sind entscheidend, um Betrug frühzeitig zu erkennen und zu stoppen.“

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Slowakischer Verteidigungsminister relativiert Russland als Sicherheitsrisiko
Vorheriger artikel

Slowakischer Verteidigungsminister relativiert Russland als Sicherheitsrisiko

Ski alpin: Odermatt führt in Adelboden, Sturm auf Platz fünf
Nächster artikel

Ski alpin: Odermatt führt in Adelboden, Sturm auf Platz fünf

Nicht verpassen