EU verhängt Verbot für brasilianisches Antibiotika-Fleisch

August 28, 2026 11:33
EU verhängt Verbot für brasilianisches Antibiotika-Fleisch

Brasilien droht EU-Importstopp für Fleisch ab 2026

Brasilien darf ab dem 3. September 2026 voraussichtlich kein Fleisch mehr in die EU liefern. Die Österreichische Landwirtschaftskammer (LKÖ) berichtet, dass die brasilianische Regierung bislang keine Nachweise zur Einhaltung der EU-Standards übermittelt hat, insbesondere in Bezug auf den Einsatz von Antibiotika.

LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger sieht sich in seiner ablehnenden Haltung zum Mercosur-Handelsabkommen bestärkt. Er betont, dass Brüssel durch den Widerstand die Bedeutung einheitlicher Produktionsstandards erkannt und die Importbedingungen verschärft habe. Moosbrugger erklärt, dass heimische Spitzenprodukte nicht durch Minderqualität aus dem Ausland ersetzt werden dürfen.

Ab dem genannten Stichtag gelten neue EU-Importanforderungen für bestimmte Tiere und Lebensmittel aus Drittstaaten. Die Exportländer müssen garantieren, dass die Beschränkungen für bestimmte antimikrobielle Arzneimittel berücksichtigt werden, und diese Einhaltung muss in den offiziellen Zertifikaten bestätigt werden.

In der EU ist der Einsatz von Antibiotika als Wachstums- und Leistungsförderer verboten. Brasilien hat diese Praxis bislang nicht widerlegt. Solange Brasilien keine entsprechenden Garantien vorlegen kann, bleibt der Markt für Rindfleisch, Pferdefleisch, Geflügel, Aquakulturen und Honig in der EU geschlossen.

Einordnung

Der bevorstehende Importstopp wird die Verfügbarkeit brasilianischer Fleischprodukte in der EU stark einschränken. Dies hat bedeutende Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zwischen Brasilien und Europa und könnte die Marktstrategien beider Regionen verändern.

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