Finanzplan der Stadt St. Pölten für 2026: Einsparungen durch Konsolidierung und Investitionen in Zukunftsprojekte

November 12, 2025 10:25
Finanzplan der Stadt St. Pölten für 2026: Einsparungen durch Konsolidierung und Investitionen in Zukunftsprojekte

Der Budgetentwurf für 2026 wird noch im November im Stadtsenat erörtert, bevor er im Dezember zur Genehmigung im Gemeinderat vorgelegt wird.

ST. PÖLTEN. Über 200 Gemeinden in Niederösterreich haben Aufforderungen zur Konsolidierung erhalten. In St. Pölten hat dieser Prozess bereits 2024 begonnen. Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) erklärt, dass die finanzielle Situation herausfordernd sei, jedoch Maßnahmen implementiert wurden, die jährlich Einsparungen von 11 Millionen Euro ermöglichen könnten.

Stadt mit Zukunftsplan

Stadler beschreibt die Stadt St. Pölten als „auf der Überholspur“. Die Gesamteinnahmen für das kommende Jahr belaufen sich auf 261.857.100 Euro, während die Ausgaben bei 265.234.700 Euro liegen. Im Vorjahr war ein negatives Nettoeinkommen von -29.613.400 Euro verzeichnet worden. „Durch die Konsolidierung konnten hier massive Reduzierungen erzielt werden“, bemerkt der Bürgermeister, ohne jedoch Details zu den genauen Einsparungen zu geben.

Klar ist jedoch, dass beim Kindergarten und bei der Jugend nicht gespart werden soll. Stadler spricht von einer „Kindergartenoffensive“. Dank Einsparungen in anderen Bereichen blieb das Personal im Kindergarten jedoch weitgehend unverändert. Auch die Planungen für den Schulbereich für das nächste Jahr haben bereits begonnen.

Der Leiter der Stabsabteilung Finanzen im Magistrat, Thomas Wolfsberger, kündigte an, dass 2026 die Gebührensätze so weit wie möglich selbstfinanziert werden sollen. Personalstellen sollen nur dort nachbesetzt werden, wo es wirklich notwendig ist.

Weitere Investitionen

Die Investitionen werden sich vorrangig auf die Kernaufgaben wie Daseinsvorsorge, Hochwasserschutz und Schulen konzentrieren. Ein neuer Sportplatz wird als Sonderprojekt betrachtet, und für den Bau einer Ballsporthalle wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

In Bezug auf die Wahlen im Januar äußerte Bürgermeister Stadler: „Man wünscht sich immer vor Wahlen keine unpopulären Maßnahmen setzen zu müssen, aber den Wunsch kann man ans Christkind schicken.“

Darüber berichtet Welt Stimme.

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