Gläubigerforderungen bei Signa Prime belaufen sich auf 12,35 Milliarden Euro

Dezember 1, 2025 18:08
Gläubigerforderungen bei Signa Prime belaufen sich auf 12,35 Milliarden Euro

Die Gläubigerforderungen in der Insolvenz von Signa Prime belaufen sich laut drittem Zwischenbericht auf 12,35 Milliarden Euro, von denen bisher rund 5,56 Milliarden anerkannt wurden. Trotz geringer Rückflüsse aus Immobilienverkäufen sind die liquiden Mittel ausreichend, um das Verfahren bis Ende November 2026 fortzuführen. Darüber berichtet Welt Stimme.

ÖSTERREICH. Die Aufarbeitung der Insolvenz des Signa-Prime-Konzerns von René Benko schreitet weiter voran. Insolvenzverwalter Norbert Abel hat nun den dritten Zwischenbericht vorgelegt. Laut der „APA“ belaufen sich demnach die Forderungen der Gläubiger auf insgesamt 12,35 Milliarden Euro. Weniger als die Hälfte – 5,56 Milliarden Euro – wurden bisher anerkannt, während rund 6 Millionen Euro noch geprüft werden müssen. Eine entsprechende Prüfungstagsatzung ist für März 2026 angesetzt.

Aus außergerichtlichen Anfechtungsverfahren gingen bislang etwa 65 Millionen Euro an die Signa Prime zurück. Seit dem letzten Bericht kamen lediglich weitere 190.000 Euro hinzu. Zusätzlich hat die Signa Prime – wie schon seit Juni bekannt – 28 Anfechtungsklagen mit einem Gesamtvolumen von rund 199,7 Millionen Euro eingebracht. Fünf Verfahren wurden durch Zahlungen abgeschlossen, bei sechs weiteren stehen Zahlungen bevor.

Anfechtungen sollen Gelder zurückholen, die Empfänger erhalten haben, obwohl sie hätten wissen müssen, dass die Signa-Gruppe insolvenzreif war.

Haftungsansprüche in Milliardenhöhe

Parallel dazu werden mögliche Fehlentscheidungen früherer Manager, Aufsichtsräte und Steuerprüfer untersucht. Die Haftungsansprüche belaufen sich auf rund eine Milliarde Euro. Signa Prime koordiniert diese Verfahren gemeinsam mit Signa Holding und Signa Development in einem strukturierten außergerichtlichen Prozess.

Aus dem Verkauf von Immobilien flossen bisher erst 33,07 Millionen Euro. Dennoch seien die liquiden Mittel ausreichend, um das Insolvenzverfahren bis Ende November 2026 fortzuführen.

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