Haag: Modernisierung des Umspannwerks sichert Energieversorgung für 13.000 Menschen

August 24, 2025 08:52
Haag: Modernisierung des Umspannwerks sichert Energieversorgung für 13.000 Menschen

Versorgungssicherheit für über 13.000 Kunden im Raum Haag – 42 Gemeinden profitieren von der Modernisierung des Umspannwerks der Netz NÖ

STADT HAAAG/BEZIRK AMSTETTEN. Mit dem Ersatzneubau des Umspannwerks in Haag Süd (Bezirk Amstetten) geht die Region einen großen Schritt in die Energiezukunft. Die neue Anlage bietet wesentlich mehr Kapazitäten für den zu erwartenden Energiebedarf sowie deren Einspeisung. Darüber berichtet Welt Stimme.

Die Modernisierung der Anlage wird über 13.000 Menschen in der Region ermutigen, mehr Möglichkeiten zur Einspeisung zu nutzen, erklärte EVN Vorstand Stefan Stallinger, der die erhöhte Versorgungssicherheit hervorhob.

„Unabhängiger von importierter Energie werden“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonete: „Wer A sagt, muss auch B sagen – mehr Strom braucht auch mehr Leitungen. Deshalb investieren wir in neue Umspannwerke, um mehr Strom verteilen zu können, um unabhängiger von importierter Energie zu werden und um die Sicherheit vor Blackouts zu erhöhen. Denn die beste Zukunft für unsere Kinder beginnt mit einer nachhaltigen und krisenfesten Energieversorgung.“

Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr ist überzeugt: „Von diesen Investitionen wird unsere Region profitieren.“ Nach der Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks wird das alte demontiert und vollständig rückgebaut. In den zwei Jahren Bauzeit investierte die EVN-Tochter Netz Niederösterreich rund 16 Millionen Euro in den Standort.

Netz-Ausbau bis 2030

Die österreichische Klima- und Energiestrategie sieht vor, dass bis 2030 die Energie aus Photovoltaikanlagen verzehnfacht und die Windkraft verdoppelt werden soll. Diese Ziele stellen die Netz NÖ als Verteilnetzbetreiberin vor enorme Herausforderungen, da das Stromnetz in kurzer Zeit auf verschiedenen Ebenen modernisiert und ausgebaut werden muss.

Das Modernisierungsprogramm bis 2030 umfasst:

Neu- oder Ersatzneubau von etwa 40 Umspannwerken inkl. Anschlussleitungen (derzeit sind 92 Umspannwerke in Betrieb). Jährlicher Zubau von etwa 700 Trafostationen (langjähriger Schnitt von etwa 250 Stationen). Verlegen von etwa 1.000 km Mittel- und Niederspannungskabel pro Jahr.

Dieser umfangreiche Ausbau ist zwingend notwendig, da der Umbau des Energiesystems schnell voranschreitet. Im ersten Halbjahr verzeichnete die Netz NÖ mehr als 14.000 Fertigmeldungen für Photovoltaik-Anlagen, sodass mittlerweile über 126.000 Sonnenkraftwerke in ihr Netz einspeisen. Rund 25 Prozent der Sonnenkraftwerke in Österreich befinden sich in Niederösterreich – ebenso mehr als 50 % der Windkraftanlagen.

Die Netz NÖ investiert allein in diesem Geschäftsjahr mehr als 450 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur, um die Energiezukunft „auf den Boden zu bringen“.

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