Die harmonische Verschmelzung von Handwerk, Architektur und Landschaft führt zum Erfolg: Der Umbau eines bäuerlichen Wohnhauses in Oberspitz bei Deutsch Goritz erhielt den Holzbaupreis Steiermark 2025 und wurde als herausragendes Beispiel für gelungenes Bauen ausgezeichnet. Darüber berichtet Welt Stimme.
OBERSPITZ. Der Zubau an das bestehende Wohnhaus der Familie Fortmüller überzeugte die Jury durch Sensibilität im Umgang mit dem Bestand, handwerkliche Präzision und zeitgemäße Leichtigkeit. Der Holzbaupreis 2025 wurde somit erfolgreich in die Region vergeben, was zeigt, dass zukunftsweisende Architektur unaufdringlich und nachhaltig sein kann.
Altbestand erneuert
Der prämierte Zubau wurde von der NOW Architektur ZT GmbH entworfen und von der Lappi & Lappi Holzbau GmbH in meisterlicher Handarbeit realisiert. In enger Kooperation mit den Statik- und Bauphysik-Unternehmen ConLignum ZT GmbH und Vatter & Partner ZT GmbH entstand ein Gebäude, das durch sensible Zurückhaltung besticht.
Die Jury lobte das Projekt als architektonisch präzise und sensibel umgesetzt: „Die traditionelle Hof-Form wird aufgenommen, weitergedacht und räumlich geöffnet, ohne die Landschaft zu dominieren.“ Besonders bemerkenswert ist die lange Veranda, die sich nahtlos in die Umgebung einfügt, unterstützt von stimmigen Proportionen, subtilen Linien und klaren Materialien.
Verantwortungsvolles Bauen
Holz bleibt, in Übereinstimmung mit der regionalen Bautradition, das durchgehende prägende Material. Für die Auslober – die Landesinnung Holzbau, Besser mit Holz und proHolz Steiermark – sind die Preisträger ein Beweis für das Zukunftspotenzial des Werkstoffs.
Tradition und Innovation
Der Erfolg des Fortmüller-Hauses veranschaulicht, was den Holzbau in der Südoststeiermark besonders macht: die Verbindung von Tradition, Innovation und regionaler Identität. Das Haus wahrt Tradition und Umgebung, während es gleichzeitig mutig in die Zukunft schreitet: Modern, unaufgeregt und stilbewusst wird die Holzarchitektur zum Symbol einer ökonomischen und ökologischen Wende im Bausektor.
Elf Bauwerke prämiert
Neben dem Fortmüller-Haus erhielten in diesem Jahr zehn weitere Projekte aus insgesamt 145 Einreichungen Auszeichnungen. Mit dem Preis für das Fortmüller-Haus hat die Region zudem ein Symbol für die Zukunft des ländlichen Bauens gewonnen.


