Auf der Landesgartenschau in Schärding präsentieren junge Forscher und Unternehmer aus Passau, Ried und Schärding ein Hochbeet mit zwei Düngerzonen und intelligenter Sensorik. Die Idee entstand im Rahmen des grenzübergreifenden Projekts InnRaum³ und verdeutlicht die Verbindung von moderner Technik und nachhaltigem Gartenbau.
SCHÄRDING. Das innovative Hochbeet, das eine zweigeteilte Struktur aufweist, ermöglicht den Vergleich zweier Düngemethoden: Pferdemist auf einer Seite und biologischer Dünger des Start-ups Tushi aus Passau auf der anderen. Sensoren überwachen fortlaufend die Bodenfeuchte, Temperatur und Sonneneinstrahlung, während Kameras das Pflanzenwachstum dokumentieren. Diese Daten bieten eine wissenschaftlich fundierte Grundlage zur Düngeeffizienz und für nachhaltigen Gemüseanbau.
Makeathon als kreativer Auftakt
Der Prototyp wurde während eines viertägigen Makeathons im Juni 2023, organisiert von der WKOÖ Schärding im Rahmen des InnRaum³-Projekts, entwickelt. Studierende der Universität Passau arbeiteten gemeinsam mit Tushi und wurden dabei von den Dozenten Philipp Unger und Florian Obermüller unterstützt. Jedes Team erhielt ein Hochbeet und ein Budget für technische Innovationen im Gartenbau.
Ausstellung mit Ausblick
Das vollständige Hochbeet ist seit Juni 2025 auf der Landesgartenschau in Schärding zu sehen und wird bis Anfang Oktober präsentiert. Die Ergebnisse des Projekts werden in einem öffentlich zugänglichen Abschlussbericht zusammengefasst, der sowohl für die Region als auch für agrarwissenschaftliche Studien von Bedeutung ist. Projektleiter Phillip Unger äußerte sich begeistert:
„Es war beeindruckend, zu sehen, wie schnell aus einer Idee ein funktionierender Prototyp wurde – dank der kreativen Energie der Studierenden der Universität Passau und dem Unternehmen Tushi, die hier grenzüberschreitend und auf Augenhöhe zusammengearbeitet haben.“


