Die orientalische Restaurantkette „Laroche“ ist insolvent. Das Lokal mit Standorten in Ottakring und Margareten litt unter Teuerung und Coronakrise, darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN/MARGARETEN/OTTAKRING. An drei Standorten in Wien – zwei in Ottakring und einem in Margareten – bietet die Restaurantkette „La Roche“ orientalische Gerichte an. Obwohl die Online-Rezensionen der Gäste überwiegend positiv sind und die Preise als fair sowie die Portionen als großzügig beschrieben werden, steht das Unternehmen vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten.
Wie der alpenländische Kreditorenverband (AKV) berichtet, ist die Betreiberfirma „Tadros Gastronomie KG“ zahlungsunfähig. Ein Insolvenzverfahren wurde bereits eröffnet, eine Eigenverwaltung ist jedoch nicht vorgesehen.
Teuerung war Todesstoß
In einer Stellungnahme erklärte das Restaurant, dass verschiedene Faktoren zu den finanziellen Engpässen beigetragen haben. Die Coronakrise habe bereits ein erstes Loch in die Kasse gerissen, doch die besonders hohe Teuerung bei den Einkaufspreisen sei der ausschlaggebende Grund für die Insolvenz. „Wir wollen die Restaurants fortführen. Jedoch werden wir die Lokalanzahl vermindern“, so die Betreiber. Konkret ist geplant, die beiden Standorte in Ottakring zu schließen, da sich die Lokale in der Gaullachergasse 8 und am Lerchenfelder Gürtel 29 aufgrund unzureichender Kundschaft und starker Konkurrenz nicht mehr rentieren lassen. Das Restaurant in der Margaretenstraße 134 soll vorerst weiterhin geöffnet bleiben.
Aus der Mitteilung des AKV geht hervor, dass ein Gläubiger das Insolvenzverfahren eingeleitet hat. Im Rahmen des Verfahrens wird nun das vorhandene Vermögen aufgelistet und bewertet. Laut AKV ist erst nach diesen Prüfungen eine Einschätzung der Aussicht auf Befriedigung der Gläubiger möglich.


