Der Schafzuchtverein Hopfgarten feierte sein 60-jähriges Bestehen und lud zur Jubiläumsausstellung in die Kelchsau.
Rund 350 Bergschafe waren kürzlich in der Kelchsau zu sehen. Grund dafür war die heurige Bewertung jener Schafe, die zum Ausstellungsgebiet gehören. Es sind das die Vereine des Salzachtals, Söll, Münster, Jenbach und Hopfgarten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Fünf ausschlaggebende Kriterien
Bereits frühmorgens wurden die Schafe zum Liftparkplatz in der Kelchsau transportiert. Nach einem Regenschauer wurden sie teilweise wieder trocken gerieben und die Wolle aufgebürstet, um einen ordentlichen Eindruck auf die Preisrichter und die vielen Zuschauer zu hinterlassen. „Fünf Merkmale sind ausschlaggebend: Typ, Rahmen, Form, Fundament und Wolle“, erklärte Obmann Andreas Wohlfahrstätter. Eine Jury bewertete die Schafe und Widder, und die Tiere, die mit einer Eins benotet wurden, durften im Ring aufmarschieren, um den Gesamtsieger zu ermitteln. Wohlfahrstätter bedankte sich bei den freiwilligen Helfern der Gebietsausstellung und den Sponsoren.
Sieger wurden ermittelt
Der Gesamtsieg der Widder ging an Hubert Brem in Münster. Den Gesamtsieg bei den Schafen errangen Hubert und Martina Brem in Münster, während Franz Bliem in Langkampfen bei den Kälbern siegte.
Sorge über die Zukunft der Almwirtschaft
Den Schafzüchtern bereitet der Wolf zunehmend Sorgen. In der Kelchsau gab es bis in die Wildschönau und Richtung Kitzbühel insgesamt acht Schafalmen, die aufgrund der vergangenen Wolfsangriffe jedoch nicht mehr genutzt werden können. In diesem Jahr mussten die Schafe ins hinterste Zillertal gebracht werden, wo die Almen höher liegen und die Tiere derzeit noch Ruhe vor dem Wolf haben. Die Bauern sehen sich allerdings mit hohen Kosten konfrontiert, da sowohl der Transport als auch die Unterhaltung der Alm finanziert werden müssen. Sollte es keine andere Lösung geben, könnte dies langfristig dazu führen, dass die Schafzucht in der Region aufgegeben wird, denn im Tal können die Tiere den Sommer nur bleiben, wenn sie etwa alle 14 Tage gegen Parasiten behandelt werden.


