Im Vergleich zum Vorjahr können 22 Planstellen durch nicht erfolgte Nachbesetzungen und Umverteilung von Aufgaben eingespart werden. Vorgesehen sind 23 Planstellen für Lehrlinge und 131 Planstellen für Bedienstete mit mehr als 50 Prozent Behinderung.
KLAGENFURT: Der endgültige Entwurf des Stellenplans 2026 wird am Freitag, 21. November, in einer Sondersitzung des Gemeinderates zur Beschlussfassung vorgelegt. Am Donnerstag informierten Bürgermeister Christian Scheider, zuständig für Personalangelegenheiten, und Johannes Kaschitz, Leiter der Personalabteilung, in einer Pressekonferenz über die Einsparungen und Personalmaßnahmen. Angesichts der angespannten finanziellen Situation hat die Stadt einen Schwerpunkt auf die Entwicklung des Personalstands und der Personalkosten für die kommenden Jahre gelegt. Darüber berichtet Welt Stimme.
Betroffene Abteilungen
Die Reduzierung der Planstellen betrifft überwiegend die Abteilungen Stadtplanung, Gesundheit, Jugend und Familie, Baurecht und Gewerberecht, Klima- und Umweltschutz, Entsorgung sowie Straßenbau und Verkehr. Der Stellenplan verringert sich konkret von 1.771 auf 1.749 Stellen, was durch die Nichtnachbesetzungen bei Pensionierungen und die Umverteilung von Aufgaben ermöglicht wurde.
Drei Hauptfaktoren
Die Einsparungen resultieren im Wesentlichen aus drei Faktoren: der Nichtnachbesetzung von Pensionierungen, der Auslagerung von Dienstleistungen, wie im Fall Hülgerthpark und mechanischer Werkstätten, sowie der Fremdvergabe von bisher selbst durchgeführten Leistungen, insbesondere im Reinigungsbereich. Der Stellenplan sieht zudem 140 Stellen für Saison- und sonstige Bedienstete sowie 23 Planstellen für Lehrlinge vor. Für Mitarbeiter mit mehr als 50 Prozent Behinderung sind 131 Planstellen eingeplant.
Äußerungen von Bürgermeister Scheider
Bürgermeister Christian Scheider erklärte: „Mit Beginn der neuen Periode 2021 haben wir mehrere Baustellen im Personalbereich von der Vorgängerregierung übernommen. Daraufhin konnten wir 2022 das Dienstrecht neu beschließen, das Flexibilität und Vereinfachung gebracht hat. Zudem hat der Stadtsenat eine Strukturreform beschlossen, die eine Zusammenlegung von derzeit 22 Abteilungen auf 11 zum Ziel hat. Eine Personalreform wird aktuell mit einem entsprechenden Erlass umgesetzt. Der Stellenplan 2026 mit 22 eingesparten Planstellen ist der nächste Schritt. Es sind die Widersprüche von politischer Seite nicht nachvollziehbar, wenn einerseits auf weitere Einsparungen gepocht wird und andererseits zusätzliche Planstellen in deren Zuständigkeitsbereichen gefordert werden.“ Er betonte, dass weitere Einsparungen im Stellenplan nur durch das Nichtverlängern von befristeten Verträgen eingearbeiteter Mitarbeiter möglich sind, was eine politische Entscheidung erfordere.
Teil des Budgets
Johannes Kaschitz, Leiter der Personalabteilung, wies auf die Bedeutung des Stellenplans hin: „Hinter jeder Planstelle steht ein Mitarbeiter, der eine Leistung zur Aufrechterhaltung des Betriebs erbringt. Wenn weitere Einsparungen erfolgen sollen, muss festgelegt werden, welche Leistungen von der Stadt künftig nicht mehr angeboten werden. Der Stellenplan wurde unter Einbindung der Abteilungen erstellt und ist Teil des Budgets. Das Budget kann nicht ohne Stellenplan beschlossen werden und umgekehrt.“
1,2 Millionen Euro Einsparungen
Die Personalkosten beliefen sich im Rechnungsabschluss 2024 auf rund 121,5 Millionen Euro. Durch einen vom Personalreferenten angeordneten Aufnahmestopp konnten Einsparungen von rund 1,2 Millionen Euro erzielt werden. Außerdem wurden durch ein neues Überstunden-Monitoring bisher rund 30 Prozent weniger Überstunden ausbezahlt als im Vorjahr, und die Zahl der Nebenbeschäftigungen ist von 244 auf 167 zurückgegangen. Die endgültige Entscheidung über den Stellenplan 2026 wird in der Sondersitzung des Gemeinderates am Freitag, 21. November, getroffen.


