Oberösterreichisches Flughafen-Manifest zur Stärkung der Linz-Frankfurt-Verbindung
Das Land Oberösterreich, die Stadt Linz sowie die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung haben ein „OÖ. Flughafen-Manifest“ unterzeichnet, das die Verbindung zwischen Linz und Frankfurt stärkt. Die Vereinbarung wurde am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.
Laut dem Manifest sollen Dienstreisen, die Flüge erfordern, künftig möglichst über den Flughafen Linz abgewickelt werden. Zudem wird erwartet, dass internationale Geschäftsreisen und Umsteigeverbindungen bevorzugt über Linz erfolgen. Die WKOÖ und IV OÖ planen, gezielt bei Mitgliedsbetrieben für die Nutzung der Verbindung zu werben.
Die Verbindung in die Finanzmetropole Frankfurt wurde im Oktober von Austrian Airlines aufgrund mangelnder Auslastung eingestellt. Aktuell wird die Strecke von der dänischen Fluggesellschaft DAT bedient, die öffentliche Mittel in Höhe von maximal 9 Millionen Euro pro Jahr für die kommenden vier Jahre erhält. Die Gesamtsumme beträgt somit 36 Millionen Euro im Rahmen einer Public Service Obligation (PSO). Im Vorjahr mussten Land und Stadt zudem einen Gesellschafterzuschuss von 8 Millionen Euro für den Flughafen bereitstellen.
Das Ziel dieser Initiative besteht darin, innerhalb der nächsten vier Jahre eine stabile Nachfrage zu erreichen, sodass die Strecke ohne weitere Zuschüsse des Landes betrieben werden kann. Dies erklärte Landeshauptmann Thomas Stelzer, Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner sowie weitere beteiligte Akteure in der Pressemitteilung. Eine Studie des Volkswirtschafters Teodoro Cocca, in Auftrag gegeben vom Land, hat ergeben, dass die volkswirtschaftliche Wertschöpfung des Flughafens jährlich bei 128,5 Millionen Euro liegt.
Einordnung
Die Unterzeichnung des Manifestes zielt darauf ab, die wirtschaftliche Bedeutung der Linz-Frankfurt-Verbindung zu erhöhen und den regionalen Flugverkehr langfristig zu sichern. Mit der Unterstützung durch öffentliche Mittel und der Mobilisierung der Mitgliedsbetriebe hoffen die Akteure, eine eigenwirtschaftliche Fortführung der Verbindung zu gewährleisten.


