Die Landesgartenschau zieht über 150.000 Besucher an, doch wie stark profitieren die Gastronomiebetriebe davon?
SCHÄRDING. „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf außerordentlich zufrieden – der Erfolg übertrifft unsere Erwartungen deutlich“, äußerte sich Lena Traunwieser (21), Operations Manager bei der Orangerie Schärding. Ihr Frühstücksbuffet habe sich als beliebte Anlaufstelle etabliert, sowohl für Gäste der Landesgartenschau als auch für treue Stammgäste aus der Region. Das Wetter beeinflusse die Besucherzahlen erheblich, bei extremen Temperaturen oder anhaltendem Regen sei ein Rückgang spürbar.
Stadtwirt zufrieden
Barbara Azer (49), Geschäftsführerin des Schärdinger Stadtwirts, berichtete ebenfalls von einem merklichen Anstieg bei Busanfragen und Gruppenbuchungen. Das Landhotel in St. Florian verzeichne sowohl bei Übernachtungen als auch im Restaurantbereich einen deutlichen Gästezuwachs. Zwar sei der Maader Hof weniger direkt betroffen, jedoch würden einige Golfer die Gartenschau mit ihrem Besuch auf dem Golfplatz kombinieren.
Wirtshaus „Bums’n“ zieht Gruppen an
Herbert Unger (54), Geschäftsführer vom „Wirtshaus zur Bums’n“, bemerkte: „Ja, uns besuchen sehr viele Gäste von der Landesgartenschau – auch zahlreiche Gruppen. Bei Gruppenreisen sind wir weiterhin sehr gut gebucht.“ Besonders beliebt sei das „Landesgartenschaugericht“ – Rinderfiletstreifen mit Champignons auf gemischtem Salat.
Restaurant „Seven“ belebt die Stadt
Lucas Unger (39), Chef des Schärdinger Restaurants „Seven“, erklärte, dass die Landesgartenschau die Stadt merklich belebe. Vor allem an sonnigen Tagen sei viel los. Kürzlich wurde ein erfrischendes Bio-Eis aus Passau ins Sortiment aufgenommen, ideal für eine kleine Pause. Zudem wird demnächst ein regionales Frühstücksangebot eingeführt, das es den Besuchern ermöglicht, entspannt in den Tag zu starten.
Potenzial für mehr Besucher
Sebastian Felhofer (47), Projektleiter Hauptgastronom bei der Landesgartenschau, wies auf die extremen Wetterbedingungen seit der Eröffnung hin. Er glaubt, dass aufgrund dieser Umstände die Besucherzahlen noch steigerungsfähig sind. Die Gäste schätzen besonders die kurzen Wartezeiten, den einladenden Gastgarten sowie die Frische der Bioprodukte. Die saisonal gefüllten Nudelteigtaschen und wechselnden BBQ-Angebote seien besonders beliebt.
Treffpunkt Campingplatz
Der neue Brauerei Baumgartner Campingplatz am Inn verzeichnet ebenfalls einen Anstieg an Buchungen. Geschäftsführer Gerhard Altendorfer berichtete von der Euphorie der Gäste, die ihren Aufenthalt genießen. „Es ist erfreulich zu sehen, wie unser Platz zu einem Treffpunkt für Gartenliebhaber wird. Die Landesgartenschau trägt dazu bei, viele Menschen für unsere Stadt zu begeistern und wird auch langfristig positive Auswirkungen auf den Tourismus haben“, so Altendorfer.


