Aufgrund der angespannten Finanzlage bleiben die Bezirksbudgets 2026 auf dem Niveau von diesem Jahr, womit die Stadt rund 17 Millionen Euro einsparen will. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN/LEOPOLDSTADT. Die Wirtschaftskrise in Österreich hat auch erhebliche Auswirkungen auf das Budget der Bundeshauptstadt. Die Stadt kämpft mit angespannten Finanzverhältnissen und sieht sich gezwungen, das Defizit zu verringern. Im Rahmen dieser Bestrebungen sollen die Budgets aller 23 Bezirke eingefroren werden.
Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) erklärte, dass die Bezirksbudgets auf dem Niveau des Jahres 2025 bleiben sollen. Für die Leopoldstadt bedeutet dies, dass die Bezirke im kommenden Jahr nur rund 14,6 Millionen Euro zur Verfügung haben werden. Die Stadt erhofft sich von dieser Maßnahme eine Einsparung von etwa 17 Millionen Euro, was der Summe entspricht, um die die Budgets 2026 gestiegen wären.
Alte Projekte bleiben unberührt
Bestehende Projekte sind von diesen Sparmaßnahmen nicht betroffen. Laut dem Büro der Finanzstadträtin werden alle bereits fixierten Vorhaben aus den Bezirksbudgets 2024 und 2025 weiterhin wie geplant umgesetzt. Die Stadtregierung betont, dass die Sparmaßnahmen mit sozialer Verantwortung gestaltet werden.
Der Bezirksvorsteher Alexander Nikolai (SPÖ) hebt die schwierige Gesamtlage hervor: „Die Stadt Wien verfolgt aktuell einen notwendigen Konsolidierungskurs, der auch die Bezirksbudgets betrifft. Auch wenn ich mir natürlich eine andere Entwicklung gewünscht hätte, ist es eine Gesamtsituation, die wir als Stadt gemeinsam tragen müssen.“ Er fügt hinzu, dass essentielle Angebote nicht eingeschränkt werden: „Bei Angeboten für Kinder- und Jugendliche, bei Leistungen für Seniorinnen und Senioren oder im Bereich Bildung wird es keine Einsparungen geben. Auch die bereits beschlossenen Projekte aus den Bezirksbudgets 2024 und 2025 werden wie geplant umgesetzt.”
Radwege hängen am Budget
Laut Nikolai wird der zukünftige Ausbau von Straßen und Radwegen „stark“ von den zur Verfügung stehenden Mitteln abhängen, neue Projekte können nur im Rahmen dieser Mittel realisiert werden. Er betont die Notwendigkeit eines besonders verantwortungsvollen Vorgehens: „Das bedeutet, dass wir mit unserem Budget noch umsichtiger und verantwortungsvoller umgehen müssen.”
Der Bezirksvorsteher stellt klar: „Wir werden keine Überschuldung riskieren und keine Kredite aufnehmen – außer in absoluten Notsituationen, etwa wenn es um die Versorgung von Kindern, die Unterstützung älterer Menschen oder die Bevölkerung insgesamt geht.”


