Technologischer Riesenakquisition: Tractive verkauft an Bending Spoons
Das oberösterreichische Haustier-Tracking-Start-up Tractive wurde im März für 770 Millionen Euro verkauft, was als historisch größter Exit Österreichs gefeiert wurde. Der Käufer, Luca Ferrari, plant, eine neuartige Technologiefirma aufzubauen, inspiriert vom Kultfilm Matrix.
Ferrari, CEO von Bending Spoons, äußerte in einem Podcast, dass an seinem Erfolg nichts seine permanente Unzufriedenheit ändere. Der Börsengang von Bending Spoons im Juli brachte rund 1,68 Milliarden US-Dollar ein und bewertete das Unternehmen an der Nasdaq mit 18,4 Milliarden US-Dollar.
Bending Spoons hat in den letzten Jahren eine aggressive Akquisitionsstrategie verfolgt, zu den neuen Übernahmen zählen Evernote, WeTransfer, und nun Tractive. Die Strategie basiert auf der Überzeugung, dass bestehende Produkte nie ihre optimale Form erreichen, was Ferrari als Antrieb seiner Geschäftsphilosophie beschreibt.
Tractive, gegründet 2012, hat sich zu einem globalen Anbieter von Haustier-Technologien entwickelt. Mit über einer Million Abonnenten überwacht die App die Aktivitäten von Haustieren und erreicht einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro. Der Verkauf an Bending Spoons zog viel Aufmerksamkeit auf sich, wobei die Kaufsumme im Vordergrund stand.
Einordnung
Der Verkauf von Tractive bedeutet einen Wendepunkt in der österreichischen Technologiebranche und zeigt die Vitalität des digitalen Marktes. Ferraris Vorgehen könnte auch Auswirkungen auf die Übernahme- und Transformationsstrategien in anderen Unternehmen haben, die auf ähnliche Modelle setzen.


