Im Wiener Immobilienmarkt zeichnet sich erneut eine Pleite ab. Die Magic Square Immobilien GmbH, ein Unternehmen, das sich mit Hausverwaltungen und Maklertätigkeiten beschäftigt, wurde beim Handelsgericht angemeldet. Die Passiva belaufen sich auf 6,67 Millionen Euro. Eine Sanierung wird angestrebt. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN. Während sich die wirtschaftliche Lage in Wien leicht verbessert, kämpfen einige Unternehmen weiterhin mit Altlasten, die sie nicht mehr bewältigen können. Dies betrifft nun auch die Magic Square Immobilien GmbH, wie Creditreform berichtet.
Das Unternehmen, seit 2011 als klassische Immobilientreuhänderin tätig, bietet mehrere Dienstleistungen an, darunter Hausverwaltungen, Maklertätigkeiten und Bauträgerfunktion.
Sanierung angestrebt
„Steigende Baukosten durch die Covid-Krise, unzureichendes Baumanagement und nicht übertragbare Mehrkosten führten zur Insolvenz“, erklärt Iris Scharitzer von Creditreform. „Zusätzlich belasteten übernommene Haftungen und die negative Entwicklung des Wiener Wohnungsmarktes.“
Obwohl nur drei Mitarbeiter und 14 Gläubiger von der Insolvenz betroffen sind, belaufen sich die Passiva auf 6,67 Millionen Euro. Im Gegensatz dazu stehen etwa 132.000 Euro an freiem Vermögen, was zu einer Liquidationsquote von 2,1 Prozent führt.
Ein Sanierungsverfahren wurde jedoch eingeleitet, bevor es zu einer möglichen Liquidation kommt. Den Gläubigern wird eine Entschuldungsquote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren nach Annahme angeboten. Matthias Schmidt wurde zum Insolvenzverwalter ernannt. Die Gläubiger haben bis zum 27. April 2026 Zeit, ihre Forderungen über Creditreform anzumelden. Die erste Gläubigerversammlung findet am 11. Mai 2026 statt.


