Neue Vorwürfe gegen René Benko in der Signa-Affäre
Der Tiroler Investor René Benko sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Laut Berichten soll er Unterschriften von drei Mitgesellschaftern auf einem Gesellschafterbeschluss „nachträglich“ eingefügt haben. Dies geschah im Zusammenhang mit seinem Dienstvertrag, kurz vor der Pleite der Signa Holding.
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat zudem neue Krida-Vorwürfe erhoben. Benko soll in einer Zeit, als er bereits insolvent war, Verbindlichkeiten in Form von Haftungen eingegangen sein. Konkret wird ihm vorgeworfen, am 29. November 2023 eine Garantieerklärung über drei Millionen Euro für ein Sanierungsverfahren abgegeben zu haben, während er gleichzeitig Zahlungen an Gläubiger geleistet haben soll.
Eine weitere Beschuldigung betrifft Mietzahlungen in Höhe von insgesamt rund 258.000 Euro für Luxusunterkünfte, die er in den letzten Monaten geleistet haben soll. Diese Transaktionen sollen dazu dienen, seine Gläubiger zu schädigen, was ebenfalls im Fokus der Ermittlungen steht.
Benko, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet, bestreitet alle Vorwürfe. Sein Anwalt betont, dass alle Entscheidungen transparent und mit Zustimmung aller Beteiligten getroffen wurden. Zudem hätten die strittigen Zahlungen der Stabilisierung der Signa dienen sollen.
Einordnung
Die neuen Vorwürfe verstärken den Druck auf Benko und werfen Fragen über die finanzielle Handhabung innerhalb der Signa Holding auf. Die Ermittlungen könnten weitreichende Konsequenzen für die Unternehmensstrukturen und die finanzielle Zukunft des Investors haben.


