Österreich lagert milliardenschwere Goldreserven in sicheren Standorten

September 13, 2026 11:23
Österreich lagert milliardenschwere Goldreserven in sicheren Standorten

Österreichs Goldreserven: Aufteilung und Sicherung

Österreichs wertvollster Schatz, bestehend aus 280 Tonnen Gold, wird unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) verwaltet. Mehr als die Hälfte des Goldes befindet sich jedoch im Ausland, was die OeNB zu erklären hat.

Die Goldreserven, Bestandteil der österreichischen Währungsreserven, dienen als krisenfeste Wertanlage und stärken das Vertrauen in die nationale Währung. „Seit 2007 beträgt der Goldbestand konstant 280 Tonnen, was etwa 22.400 Barren entspricht“, informiert ein OeNB-Sprecher. Bei einem Marktwert von rund 34 Milliarden Euro (Stand: 10. September) nimmt das Gold einen zentralen Platz in den Reserven der OeNB ein.

Österreich steht in Bezug auf Goldreserven unter seinen Nachbarn an vierter Stelle, nach Deutschland, Italien und der Schweiz, und nimmt weltweit Platz 20 ein. Derzeit lagern rund 139 Tonnen Gold in Wien, wobei die OeNB etwa 90 Tonnen in ihren Tresoren aufbewahrt, während 49 Tonnen bei der Münze Österreich AG gelagert sind.

Die Auslagerung von rund 141 Tonnen Gold im Ausland, darunter 84 Tonnen in London, 50 Tonnen in Paris und sieben Tonnen in der Schweiz, beruht auf historischen und wirtschaftlichen Gründen. Die OeNB erklärt, dass die internationale Lagerung notwendig war, um Gold im Krisenfall schnell und effektiv zu nutzen. Geopolitische Überlegungen während des Kalten Krieges haben zusätzlich zur externen Lagerung beigetragen. Bis in die 1990er-Jahre wurden auch Standorte in Perth, New York und Tokio genutzt, die jedoch an Bedeutung verloren haben.

In anderen europäischen Ländern, wie den Niederlanden und Frankreich, werden ähnliche Überlegungen angestellt, um die Lagerorte von Goldreserven zu verbessern. Die niederländische Zentralbank hat 78 Tonnen Gold von New York nach London verlagert, um die Verfügbarkeit in Krisenzeiten zu erhöhen. Auch die Banque de France hat Goldbestände aus New York verkauft und durch international handelbare Barren ersetzt.

Einordnung

Die Diskussion über die Lagerung und Verlagerung von Goldreserven zeigt, dass europäische Zentralbanken zunehmend Wert auf Sicherheit und Liquidität legen. Eine strategische Anpassung könnte die Handelsfähigkeit in Krisenzeiten erhöhen und die Stabilität der Währungsreserven optimieren.

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