Prim. Clin. Ass. Prof. Dr. Paulus Hochgatterer beendet nach fast zwei Jahrzehnten seine Tätigkeit als Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Tulln.
TULLN. Nach einem Sabbatical tritt er in den wohlverdienten Ruhestand. Hochgatterers fachliche Kompetenz, Menschlichkeit und unermüdliches Engagement haben die Gesundheitsversorgung junger Patientinnen und Patienten in Niederösterreich entscheidend geprägt. Passend dazu feiert die von ihm mitbegründete Abteilung in diesem Jahr ihr 18-jähriges Bestehen und ist bereit für die Zukunft. Darüber berichtet Welt Stimme.
Hochgatterer beendet seine Laufbahn im Klinikum
2007 war Paulus Hochgatterer maßgeblich an der Gründung der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Tulln beteiligt und übernahm die Leitung mit Beginn des klinischen Betriebs. Unter seiner Führung entwickelte sich die Abteilung schnell zu einer zentralen Versorgungseinrichtung für psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Niederösterreich. „Dafür möchte ich mich herzlich bei Prim. Hochgatterer bedanken. Er prägte in diesen Jahren nicht nur die fachliche Ausrichtung, sondern betonte stets die Bedeutung von Menschlichkeit, Verständnis und Wohlwollen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen“, erklärte der für Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser, der ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute wünschte.
„Ich bedanke mich bei Prim. Hochgatterer für seinen langjährigen Einsatz für das Universitätsklinikum Tulln und vor allem für die Kinder und Jugendlichen, die er tagtäglich gemeinsam mit seinem Team auf ihrem Weg begleitet hat. Mit einem Höchstmaß an persönlichem Einsatz und seiner Expertise trägt er maßgeblich zum Aufbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie bei und ist ein Vorbild für viele Kolleginnen und Kollegen“, ergänzte Vorstand Gerhard Dafert.
Er setzte stets auf einen ganzheitlichen Ansatz, der Medizin, Psychotherapie, Pädagogik und Sozialarbeit vereinte. Unter Hochgatterers Leitung entstanden bedeutende Neuerungen, die weit über das Haus hinaus Wirkung zeigten: die Etablierung des Hometreatments, einer nachgehenden Behandlungsform, bei der Kinder und Jugendliche im gewohnten häuslichen Umfeld therapeutisch betreut werden, sowie die Eröffnung des Teilbereichs für Säuglings- und Kleinkindpsychiatrie, die die Abteilung zu einem Vorreiter ihres Faches machten. Ein sichtbares Zeichen seiner Arbeit ist zudem das Eltern-Kind-Zentrum, das heute einen wichtigen Baustein in der Versorgung von Familien darstellt.
Nachfolgerin ist Ursula Kogelbauer
Besonders erfreulich ist, dass seine Nachfolgerin Primaria Dr. Ursula Kogelbauer direkt aus der Abteilung hervorgeht. Sie war von Beginn an mit großem Engagement tätig und setzte bedeutende Akzente, insbesondere im Bereich Hometreatment – ein Thema, das Hochgatterer stets mit Nachdruck unterstützt hat.
„Es ist ein wenig wie bei einem Kind, das 18 wird: Man freut sich und ist stolz, dass es erwachsen geworden ist, eigenständig und bereit für die Zukunft. Zugleich spürt man Wehmut, weil ein Abschnitt zu Ende geht. So empfinde ich es auch mit unserer Abteilung – ein Stück Abschied, aber vor allem Dankbarkeit“, sagte Prim. Clin. Ass. Prof. Dr. Paulus Hochgatterer bei seiner Abschiedsrede.


