Der Unternehmer Peter Schitter aus Mauterndorf hat eine bemerkenswerte Stromspeicher-Anlage mit fünf Batterie-Einheiten und einer Gesamtleistung von 1.360 Kilowatt installiert, die mit seinen Photovoltaikanlagen gespeist wird. Darüber berichtet Welt Stimme.
MAUTERNDORF. Diese neue Anlage zählt zu den ersten ihrer Art in dieser Dimension in Österreich. Peter Schitter erläutert: „Ich brauche das für den Eigenbedarf und zur Versorgung meiner Betriebe rund um das Skizentrum Hammer, wie etwa dem Campingplatz oder der Skialm.“ Die Erneuerbare Energiegemeinschaft (EEG) Oberlungau spielt eine entscheidende Rolle, da sie Überschussenergie sowie freie Batteriekapazitäten verwaltet und der gesamten Region zur Verfügung stellt. Der Großteil seines verbleibenden Energiebedarfs wird über die Energiegemeinschaft gedeckt.
Blackout-Vorsorge
Peter Schitter gibt an, dass der Gesamtverbrauch seines Tourismus- und Gastronomiebetriebes zwischen 550.000 und 650.000 Kilowatt pro Jahr liegt. Seine Photovoltaikanlagen erzeugen jährlich ungefähr 370.000 bis 420.000 Kilowatt. Den Restbedarf bezieht er über die Salzburg AG. „Ich bin also in etwa zu drei Viertel stromautark,“ so der Unternehmer, der seine Bemühungen auch als Blackout-Vorsorge betrachtet. Für seinen Campingplatz hat er zudem ein Notstromaggregat mit 500 Kilowatt angeschafft.
Ziel: Unabhängiger Lungau
Schitter formuliert klar: „Ziel für uns – und dabei meine ich im Grunde genommen vorerst einmal den gesamten Lungau – muss sein, dass wir von den großen Energiebetreibern unabhängig werden.“ Er fordert eine enge Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Energiegemeinschaften wie der EEG Oberlungau, um die Energieunabhängigkeit voranzutreiben.
Evaluierung in zwei Jahren
Eine zweijährige Beobachtungszeit seiner neuen Speichereinheiten ist geplant, nach der eine Evaluierung erfolgen wird. Im Bedarfsfall ist eine Erweiterung auf bis zu zehn Batterien möglich.


