Rebecca Györög: Eine junge Tischlerin erzählt von ihrem Werdegang in der Branche

Oktober 6, 2025 18:42
Rebecca Györög: Eine junge Tischlerin erzählt von ihrem Werdegang in der Branche

Rebecca Györög begann ihre Tischlerlehre als fünfzehnjährige in einer kleinen Firma in Stuben und ist mittlerweile Gesellin in einer großen Tischlerei in Hartberg. Im Gespräch mit Welt Stimme teilt sie ihre Leidenschaft für das Handwerk und wie sie sich dadurch persönlich weiterentwickelt hat.

ASCHAU. Nach dem Gymnasium entschied sich Rebecca für eine handwerkliche Ausbildung und hat inzwischen in zwei Tischlereien gearbeitet. In einem Interview erläutert sie, wie es ist, als junge Frau in einem männerdominierten Berufsfeld zu agieren, und welche Ratschläge sie jungen Mädchen geben würde, die ebenfalls eine Tischlerlehre anstreben.

Von der Schul- zur Hobelbank

Bereits früh wusste Rebecca Györög, dass ihr Herz für das Handwerk schlägt. Nach der Unterstufe des Wimmer Gymnasiums entschied sie sich für die Tischlerlehre. „Etwas Handwerkliches zu machen und mit Holz zu basteln, war schon immer meines. Zwei meiner Verwandten waren auch in diesem Handwerk tätig. Ich glaube, das war schon immer ein bisschen im Blut“, erklärt die 22-Jährige.

„Was den Beruf so besonders macht, ist die Vielseitigkeit. Tischler ist mehr, als man auf den ersten Blick denkt – wir gestalten Türen, Böden, Fenster, Möbel und Tische. Man kann in diesem Beruf wirklich experimentieren und es wird nie langweilig. Das ist das Schöne daran“, so Rebecca Györög.

Ihre Lehre absolvierte sie bei Tischlermeisterin Nicole Fleck in Stuben, eine Zeit, auf die sie gerne zurückblickt. Danach arbeitete sie drei Jahre bei der Tischlerei Zapfel und anschließend bei der Tischlerei Gleichweit in Hartberg. Durch die Unterschiede in der Größe der Betriebe konnte sie in jeder Station neue Erfahrungen sammeln und sich handwerklich weiterentwickeln.

Vorurteile und Hindernisse

Obwohl der Beruf weiterhin als typisch männlich wahrgenommen wird, war Rebecca oft mit Vorurteilen konfrontiert. Auf die Frage, was sie jungen Mädchen raten würde, die Interesse an einer (Tischler)Lehre haben, sagt sie:

„Auf jeden Fall die vorhandenen Angebote nutzen und sich viel informieren. Messen, Veranstaltungen besuchen, in Betriebe hinein schnuppern und sich austauschen. Ich habe immer gewusst, dass mir dieses Handwerk gefällt. Man sollte sich von niemandem verunsichern lassen und einfach ausprobieren.“

Tischlereien aus der Region

Schon früh war für Rebecca klar, dass sie in einem kleinen Betrieb arbeiten wollte, wo man handwerklich tätig ist und weniger Maschineneinsatz herrscht. In solchen Betrieben ist das Arbeitsklima oft familiärer. Zu einigen ihrer ehemaligen Kollegen hält sie bis heute Kontakt. Ob ihr Weg einmal in die Selbstständigkeit führen wird, lässt sie offen.

Darüber berichtet Welt Stimme.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Russische Industrie reduziert Arbeitswochen angesichts wirtschaftlicher Krise
Vorheriger artikel

Russische Industrie reduziert Arbeitswochen angesichts wirtschaftlicher Krise

Zimmereitechnikerlehre bei Holzbau Fürst: Zukunftsperspektiven für junge Handwerker in Willersdorf
Nächster artikel

Zimmereitechnikerlehre bei Holzbau Fürst: Zukunftsperspektiven für junge Handwerker in Willersdorf

Nicht verpassen