Zahlungsbetrug verursacht im Vorjahr 115 Millionen Euro Schaden in Österreich

August 21, 2026 02:53
Zahlungsbetrug verursacht im Vorjahr 115 Millionen Euro Schaden in Österreich

Steigerung des Betrugs im unbaren Zahlungsverkehr in Österreich

Der Schaden durch Betrug im unbaren Zahlungsverkehr ist in Österreich im Jahr 2025 auf 115,4 Millionen Euro gestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 17,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus einem Bericht der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hervorgeht.

Insgesamt wurden rund 351.000 betrügerische Transaktionen registriert, mit einem durchschnittlichen Verlust von 329 Euro pro Fall. Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Zahlungen ist die Betrugsrate jedoch gering: Im Schnitt war eine von 16.000 Transaktionen betroffen. Die Betrugswerte in Österreich lagen in den meisten Zahlungsarten unter dem EU-Durchschnitt.

Kartenzahlungen dominieren bei Betrugsfällen

Der überwiegende Teil der Betrugsfälle, nämlich neun von zehn, entfiel auf Kartenzahlungen, mit einem durchschnittlichen Verlust von etwa 75 Euro pro Vorfall. Den größten finanziellen Schaden verursachten jedoch Überweisungen, die nur neun Prozent der Fälle ausmachten, aber für 78 Prozent der gesamten Schadenssumme von 89 Millionen Euro verantwortlich waren. Durchschnittlich verloren die Betroffenen etwa 3.000 Euro pro Überweisung.

Laut OeNB sind 83 Prozent der Verluste bei Überweisungen auf Social Engineering zurückzuführen. Dabei manipulieren Täter ihre Opfer durch verschiedene Betrugsmaschen, sodass diese selbst Zahlungen freigeben. Im Jahr 2025 trugen Zahlungsdienstnutzer 97 Prozent des Schadens.

OeNB-Vize-Gouverneurin Edeltraud Stiftinger betonte, dass der Anstieg der Schadenssumme einen Anlass zur weiteren Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen bietet. Die Nationalbank setzt auf Prävention durch Informationsangebote, Projekttage und Schulungen.

Einordnung

Die signifikante Erhöhung der Betrugsfälle verdeutlicht die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen im unbaren Zahlungsverkehr. Dies ist von Bedeutung, um das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten und weitere finanzielle Schäden zu vermeiden. Die OeNB wird weiterhin präventive Maßnahmen ergreifen, um die Risiken zu minimieren.

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