Ein Serviceroboter namens KettyBot wurde Anfang Dezember im Sparmarkt in Puch getestet, um das Einkaufserlebnis zu verbessern. Das Forschungsprojekt der FH Salzburg untersucht, wie Mensch und Maschine im Einzelhandel effektiver zusammenarbeiten können. Darüber berichtet Welt Stimme.
PUCH/SALZBURG. Die Verbesserung des Verkostungsservices im stationären Handel stand im Fokus des Forschungsprojekts Retailization 4.0. Der Serviceroboter KettyBot war mehrere Tage im Sparmarkt in Puch im Einsatz, um mögliche Effizienzsteigerungen zu prüfen.
Verkostungen sind ein bewährtes Mittel zur Steigerung der Verkaufszahlen, benötigen jedoch erhebliche personelle Ressourcen und erfordern umfassende Planung. KettyBot soll hier eine Unterstützung bieten, indem er sich autonom im Markt bewegt, Kunden anspricht und Kostproben verteilt. Zusätzlich wird das Angebot durch ein Display ergänzt, das Produktinformationen sowie Werbeinhalte anzeigt.
Zusammenarbeit statt Ersatz
Das Projekt fokussiert das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. Robert Zniva, Leiter des Forschungsschwerpunkts Future Service Industries der FH Salzburg, erläutert: „Wir möchten herausfinden, wie Mensch und Maschine optimal zusammenarbeiten können, um für die Kundinnen und Kunden ein besseres Erlebnis zu schaffen.“ Dabei wird sowohl die technische Umsetzung als auch die Akzeptanz von Kunden sowie Mitarbeitern untersucht.
Der Einsatz von Robotern ist nicht darauf ausgelegt, Arbeitsplätze zu ersetzen, sondern das Verkaufspersonal bei wiederkehrenden Aufgaben zu entlasten. Simon Kranzer, Leiter der Forschungsgruppe Digitalisierung und digitale Transformation, betont: „Denn Technologie ist nicht Selbstzweck und nicht alles, was technologisch machbar ist, ist automatisch sinnvoll.“
Praxisnahes Lernen
Das Projekt demonstriert, wie neue Technologien unter realen Bedingungen im Handel getestet werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Lehre ein. „Experimente wie dieses sind ein wichtiger Grundstein für den neuen Masterstudiengang Retail & Technology – ein in Österreich einzigartiges Angebot, welches Technologie mit Handelsmanagement verbindet und die Führungskräfte des Handels der Zukunft ausbilden soll“, fügt Robert Zniva hinzu.


