Steigende Arbeitslosigkeit in Tirol: November 2025 zeigt 21.778 Arbeitslose

Dezember 2, 2025 07:51
Steigende Arbeitslosigkeit in Tirol: November 2025 zeigt 21.778 Arbeitslose

Mit Stichtag 30. November 2025 waren in Tirol 21.778 Personen arbeitslos vorgemerkt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 818 Menschen (+3,9 %). Drei von vier Arbeitslosen (74,7 %) sind seit weniger als drei Monaten arbeitslos vorgemerkt. Knapp vier von zehn haben aktuell eine Einstellzusage von einem Betrieb (43,3 %), und fast ebenso viele waren zuletzt in der Beherbergung und Gastronomie tätig (39,4 %). Darüber berichtet Welt Stimme.

TIROL. Österreichweit liegt der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei 5,2 %, aktuell gibt es österreichweit 320.351 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote in Tirol betrug im November 2025 bei geschätzten 350.000 unselbstständig Beschäftigten 5,9 %, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. In der Zwischensaison hat Tirol im Bundesländervergleich hinter Oberösterreich und Salzburg die drittniedrigste Arbeitslosenquote.

AMS-Schulungsmaßnahmen nehmen zu

2.667 Personen nehmen aktuell an Schulungsmaßnahmen des AMS Tirol teil – ein Anstieg um 113 Personen oder 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Bezirke Innsbruck Stadt/Land (+10,4 %) und Kufstein (+8,6 %) verzeichnen einen überdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Allein im Arbeitsmarktbezirk Innsbruck sind derzeit 742 Personen mehr arbeitslos vorgemerkt als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu liegt die Arbeitslosigkeit in den Bezirken Landeck (-5,0 %), Kitzbühel (-3,3 %) und Lienz (-2,4 %) unter dem Vorjahresniveau.

„Die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung zeigt, dass sich in den Tiroler Ballungsräumen mehrere Trends überlagern. Die wirtschaftliche Schwäche im Handel und in Teilen der Industrie trifft auf einen anhaltenden Zuzug in den Zentralraum – das führt zu einem spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit“

so Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol.

Herausforderungen durch Qualifikation und Strukturwandel

Neben der schwachen Konjunktur und einem Beschäftigungsrückgang im Handel und in Teilen der Industrie tragen auch die Abwanderung aus peripheren Regionen und das Wachstum der Erwerbsbevölkerung in den Ballungsräumen zu dieser Entwicklung bei. Besonders auffällig ist der hohe Anteil von Arbeitslosen mit maximal Pflichtschulabschluss im Bezirk Innsbruck Stadt/Land (47,0 %). Hier übersteigt die Zahl der Arbeitssuchenden mit niedriger Qualifikation deutlich das aktuelle Stellenangebot.

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