An der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) wurde ein neues Christian Doppler Labor (CD Labor) eröffnet. Es widmet sich der Forschung im Bereich Maschinelles Lernen und Signalverarbeitung in der Stahlindustrie. Diese Branche ist für Oberösterreich von großer Bedeutung und steht im internationalen Wettbewerb. Das Labor arbeitet in Kooperation mit der voestalpine Stahl GmbH und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus gefördert. Bis 2032 stehen den Forschenden 2,7 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber berichtet Welt Stimme.
LINZ. Unter der Leitung von Oliver Lang verfolgt das Labor das Ziel, Algorithmen zu entwickeln, die die Signalverarbeitung zur Überwachung der Stahlherstellung verbessern. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmansdorfer unterstreicht die Bedeutung dieser Forschung: „Innovation und anwendungsorientierte Forschung sind Schlüsselbereiche. Durch modernste Signalverarbeitung und Künstliche Intelligenz schaffen wir die Basis, Fertigungsprozesse noch präziser, schneller und effizienter zu machen.“
2,7 Millionen Euro bis 2032
Das Labor erhält eine Finanzierung in Höhe von 2,7 Millionen Euro und wird bis 2032 betrieben. Es gilt als ein Paradebeispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie in Oberösterreich. Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) betont: „Der gezielte Wissenstransfer zwischen JKU und voestalpine stärkt unsere technologische Basis langfristig.“ JKU-Vizerektorin Alberta Bonanni ergänzt: „Es zeigt die enge Vernetzung der JKU mit der Wirtschaft unseres Bundeslandes und die Wertschätzung für das Know-how unserer Wissenschaftler*innen.“
Enge Vernetzung von JKU und Wirtschaft
Die Forschung fokussiert sich auf sogenannte näherungsweise periodische Signale, die in der Stahlproduktion häufig vorkommen. Diese Signale entstehen durch kontinuierliche Prozesse wie Rotationen und Schwingungen. Mario Huemer, Leiter des Instituts für Signalverarbeitung an der JKU, erklärt: „Wir werden diese Signale untersuchen und Algorithmen entwickeln, um frühzeitig Informationen über den Produktionsprozess zu sammeln.“ Das Labor verdeutlicht die signifikante Vernetzung der JKU mit der Wirtschaft des Bundeslandes und dessen Anerkennung für das Know-how der Wissenschaftler*innen.


